Bewertung:

Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über die Nordischen Kriege, an denen Schweden, Dänemark, Polen und Russland beteiligt waren, und hebt deren Komplexität und Bedeutung für die europäische Geschichte hervor. Obwohl der Autor gründliche Einblicke in die sozio-politische Dynamik und die militärischen Strukturen gewährt, könnten der dichte Text und der akademische Stil Gelegenheitsleser abschrecken.
Vorteile:Das Buch ist sehr informativ und gründlich und behandelt eine wenig bekannte, aber einflussreiche Reihe von Konflikten im Detail. Es analysiert kritisch historische Erzählungen, entlarvt Mythen und beleuchtet die militärischen und sozialen Strukturen der beteiligten Nationen. Es ist eines der wenigen englischsprachigen Werke zu diesem Thema und damit von unschätzbarem Wert für alle, die sich mit der Geschichte Nord- und Osteuropas beschäftigen.
Nachteile:Der Text ist dicht und kann trocken sein, was die Lektüre für diejenigen, die mit dem Thema weniger vertraut sind, zu einer Herausforderung macht. In einigen Rezensionen wurde bemängelt, dass es an ausreichendem Kartenmaterial mangelt und die Schlachten im Vergleich zu den sozioökonomischen Analysen zu oberflächlich behandelt werden könnten. Darüber hinaus setzt das Buch ein hohes Maß an Vorwissen über die damalige Zeit voraus und ist möglicherweise einseitig auf die polnische Perspektive ausgerichtet.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
The Northern Wars: War, State and Society in Northeastern Europe, 1558 - 1721
Dieses Buch bietet eine zugängliche Studie über die vernachlässigte, aber äußerst wichtige Serie von Kriegen, die in der Zeit von 1558 bis 1721 um die Kontrolle des Baltikums und Nordosteuropas geführt wurden.
Es ist die erste umfassende Geschichte, die sich mit der Revolution in der Militärstrategie befasst, die auf den Schlachtfeldern Osteuropas stattfand. Robert Frost untersucht die Auswirkungen des Krieges auf die sehr unterschiedlichen sozialen und politischen Systeme Schwedens, Dänemarks, Polnisch-Litauens und Russlands und erklärt, warum gerade Russland als Sieger aus diesen Kriegen hervorging.
Auf der Grundlage umfangreicher Primär- und Sekundärforschung (darunter viel Material, das im Englischen nicht bekannt ist) leistet dieses Buch einen wichtigen Beitrag zur Debatte über den militärischen Wandel und die politische Entwicklung im Europa der frühen Neuzeit.