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The Oxford English Literary History: Volume I: 1000-1350: Conquest and Transformation
Die Oxford English Literary History ist die maßgebliche Darstellung eines reichen und vielfältigen literarischen Erbes, das sich über ein Jahrtausend und mehr erstreckt.
Jeder dieser dreizehn bahnbrechenden Bände bietet die überlegte Einschätzung eines führenden Wissenschaftlers zu den Autoren, Werken, kulturellen Traditionen, Ereignissen und Ideen, die die literarischen Stimmen ihrer Zeit geprägt haben. Die Reihe wird nicht nur alle, die auf dem Gebiet der englischen Literatur studieren, lehren und forschen, sondern auch alle ernsthaften Leser aufklären und inspirieren.
Dieses Buch beschreibt und versucht, die gewaltigen kulturellen, literarischen, sozialen und politischen Umwälzungen zu erklären, die den Zeitraum von 1000 bis 1350 kennzeichnen. Der Wandel ist in dieser Zeit überall spürbar. In der Theologie verlagerte sich der Schwerpunkt von Gott, dem Vater, auf den leidenden Christus, während die religiöse Erfahrung immer stärker mit emotionaler Affektivität und körperlicher Hingabe aufgeladen wurde. Eine neue Philosophie der Innerlichkeit lenkte die Aufmerksamkeit nach innen, auf die Erforschung des Selbst, und die Praxis der Beichte brachte diese innere Realität mit nie dagewesener Bedeutung zum Ausdruck. Das alte Verständnis von Buße als einem einmaligen und unwiederholbaren Ereignis, einer zweiten Taufe, wurde durch eine neue Zulassung von wiederholter Reue und Buße und die Möglichkeit einer fortgesetzten Läuterung von Sünden nach dem Tod ersetzt. Der Begriff der Liebe rückte in den Mittelpunkt: in der Liebe Christi als neue Erklärung für die Passion.
In der Liebe zu Gott als einzigem Mittel zur Beherrschung des Selbst.
Und im Auftauchen der erzählenden Fiktion, wo heterosexuell.
Die Liebe wurde plötzlich als das Ziel des weltlichen Lebens dargestellt. In dieser Art des Schreibens tauchte auch die Figur des Individuums auf, ein einzigartiger Protagonist, der in sozialer und ethischer Beziehung zu anderen steht.
Dies führte zu einer tiefgreifenden Neukalibrierung des moralischen Handelns, nicht nur in Bezug auf Gott, sondern auch auf die Gesellschaft. Ganz allgemein wurde der soziale und ethische Status des weltlichen Lebens durch die Schaffung und Zelebrierung von höfischen und ritterlichen Idealen drastisch aufgewertet. In England wurde das Ideal des Königtums im Laufe dieser Jahrhunderte in enger Verbindung mit den einheimischen Idealen des Rates und der Zustimmung, die an das Gesetz gebunden waren, geschmiedet und neu definiert. Nach der Magna Carta und mit der zunehmenden Reichweite und Bedeutung des Parlaments entstand eine Politik des öffentlichen Raums mit einer dazu passenden Literatur. Diese gewaltigen Veränderungen sind seit langem in ihren jeweiligen Bereichen beobachtet und dokumentiert worden. Die Oxford English Literary History: Band 1: 1000-1350: Eroberung und Verwandlung bietet eine Darstellung dieser Veränderungen, in der sie sich widerspiegeln.
Sie sind alle miteinander verbunden und lassen sich durch einander erklären.