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The Politics of Elite Transformation: The Consolidation of Greek Democracy in Theoretical Perspective
Kkarakatsanis analysiert die Prozesse, durch die in den 1970er und frühen 1980er Jahren in Griechenland ein stabiles, konsolidiertes und vollständig demokratisches Regime zustande kam.
Sie konzentriert sich in erster Linie auf die Rolle der politischen Eliten während und im Jahrzehnt nach dem Übergang zur Demokratie und analysiert, wie Griechenland von einer langen Geschichte politischer Instabilität und Uneinigkeit der Eliten zu einem konsolidierten demokratischen Regime gelangte, dem alle wichtigen politischen Akteure loyal und verpflichtet waren. Vier verschiedene Veränderungen, die zu der konsensualen Einheit führten, die für die Errichtung eines stabilen und konsolidierten demokratischen Regimes in Griechenland erforderlich war, werden gründlich und systematisch untersucht: Erstens, die Modernisierung der Rechten von einem fragwürdigen Bekenntnis zur Demokratie vor der Diktatur von 1967 zu einer vollständig demokratischen Haltung in der Zeit nach 1974; zweitens, die Mäßigung der kommunistischen Linken, die von einer antidemokratischen Oppositionspolitik während eines Großteils ihrer Geschichte zu einer Loyalität gegenüber dem neuen demokratischen Regime überging; drittens die Mäßigung der Panhellenischen Sozialistischen Bewegung, die von einer scheinbar halbloyalen Haltung in den Anfangsjahren des Übergangs zu voller Loyalität überging, sobald sie in der Regierung war; und viertens die Veränderung der Einstellung und des Verhaltens des Militärs, die dazu führte, dass es sich aus der politischen Beteiligung zurückzog und sich der zivilen Kontrolle unterwarf.
In der Erkenntnis, dass Eliten nicht in einem politischen Vakuum agieren, analysiert sie auch die Interaktion der Eliten, wobei sie die relevanten sozialen, kulturellen und internationalen Kontexte sowie die Verbindungen zwischen den Eliten und ihren jeweiligen sozialen und politischen Gruppen sorgfältig berücksichtigt. Von besonderem Interesse für Wissenschaftler und andere Forscher, die sich mit zeitgenössischer Politik in Südeuropa sowie mit demokratischer Konsolidierung, Eliten und politischen Parteien beschäftigen.