Bewertung:

Das Buch präsentiert ein innovatives Argument für richterliche Zurückhaltung, das sich auf Ideen von Edmund Burke stützt und sowohl traditionelle als auch engagierte konservative Ansichten kritisiert. Der Autor plädiert für einen allmählichen Wandel anstelle eines radikalen Eingreifens der Justiz und unterstreicht die Bedeutung der Mehrheitsregel in der Politik. Das Buch ist lehrreich, aber komplex und fordert das Verständnis des Lesers für die Rolle der Justiz heraus.
Vorteile:⬤ Es regt zum Nachdenken an und ist lehrreich
⬤ bietet einzigartige Argumente
⬤ regt zum kritischen Denken über die Rolle der Justiz an
⬤ erörtert eine Vielzahl von Theoretikern und Theorien
⬤ enthält trotz seiner geringen Länge eine Fülle anspruchsvoller Ideen.
⬤ Komplex und potentiell anstrengend
⬤ einige Argumente mögen stringent oder undurchführbar erscheinen
⬤ erfordert Hintergrundwissen über Burke zum besseren Verständnis.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
The Political Constitution: The Case Against Judicial Supremacy
Wer sollte entscheiden, was verfassungsmäßig ist? Der Oberste Gerichtshof natürlich, sagen sowohl liberale als auch konservative Stimmen - aber in einer erfrischenden Kritik am "richterlichen Engagement", das in der Rechtspartei auf dem Vormarsch ist, legt Greg Weiner ein überzeugendes Argument für das Gegenteil vor.
Sein Buch Die politische Verfassung ist ein beredtes politisches Plädoyer für die Zurückhaltung der richterlichen Autorität und die Rückgabe des angemessenen Teils der verfassungsmäßigen Autorität an das Volk und seine gewählten Vertreter. Was Weiner fordert, ist, kurz gesagt, eine Wiederherstellung des politischen Gemeinwesens, auf dem eine Republik beruht.
Die Wurzel des Wortes "Republik" ist das, was die Römer die res publica oder die öffentliche Sache nannten. Und genau das - der Sinn einer politischen Gemeinschaft, die als kohärentes Ganzes Entscheidungen über gemeinsame Dinge trifft - geht verloren, wenn alle verfassungsrechtlichen Befugnisse an die Justiz abgetreten werden, befürchtet Weiner. Sein Buch plädiert stattdessen für eine Form des republikanischen Konstitutionalismus, der auf dem Verständnis beruht, dass Argumente über die Bedeutung der Verfassung letztlich politische Argumente sind.
Dies erfordert eine Erweiterung der res publica, des Raums, der dem politischen Gespräch und dem gemeinsamen Streben nach gemeinsamen Dingen zugewiesen ist. Die politische Verfassung zeichnet die politische und juristische Geschichte nach, durch die dieser kritische politische Raum verarmt ist, und versucht, das Gefühl der politischen Gemeinschaft wiederzuerlangen, von dem das Wohlergehen der Republik und die wahre Bedeutung der Verfassung abhängen.