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The Powhatan Landscape: An Archaeological History of the Algonquian Chesapeake
Southern Anthropological Society James Mooney Award Da die Geschichte der amerikanischen Ureinwohner in erster Linie durch die Brille des europäischen Kontakts betrachtet wird, konzentriert sich die Geschichte der Powhatans in Virginia traditionell auf die Ankunft der Engländer im Chesapeake. Dadurch blieb die tiefere Geschichte der Ureinwohner weitgehend unerforscht - eine längere Erzählung, die mit dem Aufbau von Orten, Gemeinschaften und den dazwischen liegenden Verbindungen durch die Algonquians beginnt.
The Powhatan Landscape betritt Neuland, indem es die Platzgestaltung der Ureinwohner im Chesapeake von der Ankunft der Algonquian bis zu den Auseinandersetzungen der Powhatan mit den Engländern nachzeichnet. Martin Gallivan beschreibt detailliert, wie die Algonquianer in Virginia Flussgemeinschaften entlang von Fischgründen und kollektiven Gräbern und später Gartenbaustädte errichteten. Zeremonielle Räume, darunter Erdwälle im Zentrum von Werowocomoco, versammelten die Menschen über Jahrhunderte vor 1607.
Selbst nach den gewaltsamen Brüchen der Kolonialzeit kehrten die Ureinwohner zu den Flussstädten zurück, um dort Pilgerfahrten zu veranstalten, die an die bleibende Kraft des Ortes erinnerten. Für die heutigen indianischen Gemeinschaften in der Chesapeake-Region stellt diese Auseinandersetzung mit der Landschaft und der Geschichte eine wichtige Grundlage dar, um sich gegen Erzählungen und politische Maßnahmen zu wehren, mit denen ihre Existenz bisher geleugnet wurde.
Ein Band in der Reihe Society and Ecology in Island and Coastal Archaeology, herausgegeben von Victor D. Thompson.