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James River Chiefdoms: The Rise of Social Inequality in the Chesapeake
James River Chiefdoms untersucht rätselhafte Diskrepanzen zwischen den ethnohistorischen und archäologischen Aufzeichnungen der Powhatan- und Monacan-Gesellschaften, auf die die Kolonisten von Jamestown im Jahr 1607 trafen. Die Kolonisten beschrieben die Powhatans an der Küste und die Monacans im Landesinneren des James River mit Begriffen, die an die anthropologische Vorstellung von einem Häuptlingstum erinnern, doch die archäologischen Aufzeichnungen der Chesapeake-Region lassen Elemente vermissen, die typischerweise mit komplexen Gemeinwesen in Verbindung gebracht werden.
In dem Bemühen, diese offensichtlichen Widersprüche zu erklären, verbindet Martin D. Gallivan ethnohistorische Berichte mit der Archäologie von fünfunddreißig Eingeborenensiedlungen aus der Zeit von 1-1610 n. Chr., um soziale Veränderungen zu identifizieren und zu beleuchten, die von der bisherigen Forschung weitgehend unentdeckt blieben.
Eine vergleichende, quantitative Analyse der Siedlungsarchäologie im James River Valley zeigt eine Neuordnung der täglichen Praktiken in den Dörfern der Ureinwohner zwischen 1200 und 1500. Die Dorfbewohner des James River reorganisierten ihre häusliche Produktion, ihre Siedlungen und ihre regionalen Interaktionen, um neue Machtmittel in einem sozialen Umfeld zu schaffen, das sich zwischen gemeinschaftlich orientierten kulturellen Praktiken und ausgrenzenden politischen Strategien bewegte.
Jahrhunderts waren die Anführer der Ureinwohner in der Lage, Strategien anzuwenden, die eine Zeit lang die kommunalen Entscheidungsstrukturen in Chesapeake in den Schatten stellten. James River Chiefdoms bietet eine neue Perspektive auf ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der indigenen Völker im östlichen Nordamerika und im frühen kolonialen Amerika.
Es bietet einen innovativen Interpretationsansatz für die Kulturgeschichte der amerikanischen Ureinwohner und die Entstehung hierarchischer politischer Organisationen auf dem amerikanischen Kontinent.