Bewertung:

Das Buch bietet eine gründliche und ausgewogene Untersuchung der Entwicklung der präsidialen Macht in der amerikanischen Geschichte, insbesondere als Reaktion auf Krisen. Es ist gut recherchiert und enthält historische Präzedenzfälle sowie Urteile des Obersten Gerichtshofs, was es für Leser, die sich für die Dynamik der Macht und verfassungsrechtliche Grundsätze interessieren, informativ macht.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und umfassende Analyse
⬤ ausgewogen und unparteiisch
⬤ enthält historische Fallstudien
⬤ aktuell und relevant
⬤ fesselnd und aufschlussreich
⬤ ausgezeichnete Referenzmaterialien.
Einige Leser könnten die langen Zitate aus Fällen des Obersten Gerichtshofs als übertrieben empfinden.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Emergency Presidential Power: From the Drafting of the Constitution to the War on Terror
Darf ein US-Präsident im Interesse der nationalen Sicherheit Terrorverdächtige ohne Anklage auf unbestimmte Zeit festhalten oder Telefongespräche und E-Mails ohne richterliche Anordnung heimlich überwachen? War die Regierung von George W. Bush berechtigt, Waterboarding zuzulassen? War es gerechtfertigt, dass Präsident Obama die Tötung eines US-Bürgers, der terroristischer Aktivitäten verdächtigt wird, ohne Gerichtsverfahren oder Anhörung anordnete? Die Definition des Umfangs und der Grenzen der präsidialen Notstandsbefugnisse mag einfach erscheinen - man braucht nur Artikel II der Verfassung zu Rate zu ziehen.
Doch wie Chris Edelson zeigt, ist die Realität kompliziert. In Krisenzeiten haben die Präsidenten häufig Ansprüche auf weitreichende Befugnisse im Bereich der nationalen Sicherheit erhoben. Letztendlich ist es Sache des Kongresses, der Gerichte und des Volkes, zu entscheiden, ob die Präsidenten angemessen handeln oder zu weit gegangen sind.
Anhand von Auszügen aus der US-Verfassung, Stellungnahmen des Obersten Gerichtshofs, Memos des Justizministeriums und anderen Primärdokumenten wägt Edelson die verschiedenen Argumente ab, mit denen die Präsidenten die weitreichende Ausübung der Exekutivgewalt in Krisenzeiten gerechtfertigt haben. Emergency Presidential Power nutzt die historischen Aufzeichnungen, um die Maßnahmen des Präsidenten vor und nach den Terroranschlägen vom 11.
September 2001 zu bewerten und zu analysieren. Jahrhunderts, so Edelsons Schlussfolgerung, haben die Grenzen der präsidialen Notstandsbefugnisse in einer Weise verschoben, die gefährliche Präzedenzfälle für gegenwärtige und künftige Oberbefehlshaber darstellen könnten.
Gewinner des Crader Family Book Prize in American Values, Abteilung für Geschichte und Crader Family Endowment for American Values, Southeast Missouri State University.