Bewertung:

Das Buch wird für seine aufschlussreiche Analyse der Politik des US-Präsidenten in Bezug auf den Terrorismus nach dem 11. September 2001 hoch gelobt und eignet sich daher sowohl für Wissenschaftler als auch für allgemeine Leser. Es gilt als gut recherchiert, fesselnd und transformativ für das Verständnis komplexer Themen im Zusammenhang mit der nationalen Sicherheit und der Macht des Präsidenten.
Vorteile:⬤ Hält, was es verspricht
⬤ geeignet für politikwissenschaftliche Diskussionen auf höherem Niveau
⬤ lesbar für die breite Öffentlichkeit
⬤ fesselnde und provokative Analyse
⬤ zugänglich für Nicht-Akademiker
⬤ verändert das Verständnis wichtiger Themen
⬤ gut recherchierte und zeitgemäße Synthese.
Einige könnten es als dicht oder komplex empfinden, wenn sie eine eher beiläufige Lektüre suchen; es wird nicht angegeben, aber angedeutet, dass eine tiefergehende politische Analyse möglicherweise Vorkenntnisse erfordert.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Power Without Constraint: The Post-9/11 Presidency and National Security
Als Präsidentschaftskandidat kritisierte Barack Obama die Regierung George W. Bush für ihr hemmungsloses Vorgehen in Fragen der nationalen Sicherheit. Doch Präsident Obama hat sein Versprechen, die Rechtsstaatlichkeit wiederherzustellen und einen klaren Bruch mit seinem Vorgänger zu vollziehen, nicht erfüllt.
In Power without Constraint bietet Chris Edelson einen gründlichen, umfassenden Vergleich der nationalen Sicherheitspolitik der Regierungen Bush und Obama und argumentiert, dass beide mehr Exekutivbefugnisse geltend gemacht haben als frühere Präsidenten. Er untersucht ehemals geheime Memos des Justizministeriums, in denen Beamte von Präsident Bush für die Exekutive die uneingeschränkte, einseitige Befugnis zur Anwendung militärischer Gewalt als Reaktion auf terroristische Bedrohungen sowie die Befugnis zur Außerkraftsetzung von Gesetzen des Kongresses, sogar von Strafgesetzen zum Verbot von Folter und Überwachung ohne richterlichen Beschluss, beanspruchten. Er räumt ein, dass Präsident Obama und seine Beamten die Befugnis, Strafgesetze außer Kraft zu setzen, nicht in Anspruch genommen haben und sich auf eine sanftere Rhetorik und abgeschwächte juristische Argumente verlassen, um ihre Politik durchzusetzen. Aber in Schlüsselbereichen - Militäreinsätze, Überwachung und Staatsgeheimnisse - haben sie einfach neue Wege gefunden, um ihre Macht ohne sinnvolle verfassungsrechtliche oder gesetzliche Beschränkungen durchzusetzen.
Edelson vertritt die Auffassung, dass dieses Vermächtnis der beiden Präsidentschaften unmittelbar nach dem 11. September 2001 entscheidende Fragen für künftige Präsidenten, den Kongress, die Gerichte und die amerikanischen Bürger aufwirft. Wo ist der politische Wille, das Gleichgewicht der Befugnisse zwischen den Regierungszweigen wiederherzustellen und die Rechtsstaatlichkeit zu wahren? Wo liegen die Grenzen der präsidialen Befugnisse im Bereich der nationalen Sicherheit? Haben nationale Sicherheitsbedenken eine dauerhafte Verschiebung hin zu uneingeschränkter präsidialer Macht bewirkt?