
Reforming the Scottish Parish: The Reformation in Fife, 1560-1640
Die protestantische Reformation von 1560 ist weithin als ein Wendepunkt in der schottischen Geschichte anerkannt. Während jedoch die Vorgeschichte der Reformbewegung weitgehend erforscht wurde, ist der eigentliche Prozess der Errichtung einer reformierten Kirche in den Gemeinden in den Jahrzehnten nach 1560 weitgehend ignoriert worden.
Dieses Buch schafft hier Abhilfe, indem es die Gründung der reformierten Kirche und die Auswirkungen der protestantischen Disziplin in den Gemeinden von Fife untersucht. Im frühneuzeitlichen Schottland war Fife eine eigenständige und wichtige Region mit einer Vielzahl von Küstenburgen und St. Andrews, der kirchlichen Hauptstadt des mittelalterlichen Schottlands.
Sie umfasste auch viele ländliche Gemeinden und Gemeinden im Landesinneren, was sie zu einer idealen Fallstudie für die Analyse des Verlaufs der religiösen Reformen in verschiedenen Gemeinden machte. Dennoch liegt der Schwerpunkt auf der Reformation und nicht auf der Grafschaft, und das Buch stellt die Erfahrungen von Fife konsequent in den weiteren schottischen, britischen und europäischen Kontext.
Die Studie stützt sich auf eine Vielzahl bisher wenig genutzter Quellen, insbesondere auf die Sitzungsprotokolle der Kirchengemeinden, und konzentriert sich auf das religiöse Leben der Gemeinden an der Basis und nicht auf die bekannteren Themen der Kirchenpolitik und Theologie. Sie bewertet den Erfolg der Reformatoren bei der Durchsetzung sowohl institutioneller als auch ideologischer Veränderungen und liefert einen detaillierten Bericht über die Funktionsweise der reformierten Kirche und ihre Auswirkungen auf die einfachen Menschen.
Dabei werden wichtige Fragen zum zeitlichen und geografischen Ablauf der Reformen und zur Frage gestellt, wie ein solch dramatischer religiöser Wandel ohne Gewalt oder gar weit verbreiteten Widerstand gelingen und überdauern konnte.