Bewertung:

David Muras „A Stranger's Journey“ ist eine fesselnde Erkundung von Ethnie, Identität und erzählerischem Handwerk, speziell für farbige Autoren. Das Buch verbindet Schreibratschläge mit persönlichen und kritischen Einblicken in die Herausforderungen und Erfahrungen von Autoren, die einer Minderheit angehören, in einem vorwiegend weißen literarischen Umfeld. Es übt Kritik an traditionellen Schreibprogrammen und setzt sich gleichzeitig für eine integrativere und vielfältigere Literaturlandschaft ein.
Vorteile:Das Buch wird für seinen aufschlussreichen und klaren Schreibstil, seine profunden Ratschläge für das erzählerische Handwerk und seine Gesellschaftskritik an der Landschaft des kreativen Schreibens gelobt. Es beleuchtet die Überschneidung von Ethnie und Erzählung und bietet praktische Strategien für Minderheitenautoren. Die Rezensenten fanden das Buch transformativ, fesselnd und sowohl für Nachwuchsautoren als auch für etablierte Literaturprogramme geeignet.
Nachteile:Einige Rezensenten merkten an, dass sich das Buch zwar in erster Linie an junge farbige Autoren richtet, dass es aber bei älteren Lesern, die ihre Identität bereits gefestigt haben, möglicherweise nicht so stark ankommt. Außerdem mag die Verwendung von Beispielen kanonischer und zeitgenössischer Autoren nicht jeden ansprechen, und manche Vergleiche könnten als kontrovers oder zu kritisch empfunden werden.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Stranger's Journey: Race, Identity, and Narrative Craft in Writing
Mit A Stranger's Journey hat David Mura, der seit langem als Meisterlehrer an Schreibprogrammen wie VONA, dem Loft und dem Stonecoast MFA anerkannt ist, ein Buch über kreatives Schreiben geschrieben, das sich mit unserer zunehmend vielfältigen amerikanischen Literatur befasst. Mura plädiert für eine umfassendere und weitreichendere Definition des Handwerks, insbesondere in Bezug auf Ethnie, während er gleichzeitig zeitlose Regeln für die Konstruktion von Erzählungen in Fiktion und Memoiren erläutert. Seine Essays bieten technikorientierte Lesarten von Autoren wie Junot Daz, ZZ Packer, Maxine Hong Kingston, Mary Karr und Sherman Alexie und stellen gleichzeitig überzeugende Verbindungen zu Muras eigenem Leben und Werk als japanisch-amerikanischer Schriftsteller her.
In A Stranger's Journey wirft Mura zwei zentrale Fragen auf. Die erste betrifft die Identität: Inwiefern ist das Schreiben eine Erkundung dessen, wer man ist und welchen Platz man in der Welt einnimmt? Mura untersucht, wie die unzähligen Identitäten in unserem sich wandelnden zeitgenössischen Kanon zu neuen Herausforderungen in Bezug auf Handwerk und Pädagogik geführt haben. Wie Toni Morrisons Playing in the Dark oder Jeff Changs Who We Be betritt A Stranger's Journey Neuland in unserem Verständnis der Beziehung zwischen den Themen Ethnie, Literatur und Kultur.
Die zweite zentrale Frage des Buches betrifft die Struktur: Wie erzählt man eine Geschichte? Mura stellt klare, aufschlussreiche Erzählwerkzeuge zur Verfügung, die jeder Autor verwenden kann, wobei er Techniken aus der Belletristik, dem Drehbuch, dem Schreiben von Theaterstücken und dem Mythos einbezieht. Durch diesen Prozess erforscht Mura offen die neu entwickelten ästhetischen Prinzipien von Memoiren und wie Fragen der Identität einen zentralen Platz in zeitgenössischen Memoiren einnehmen.