Bewertung:

Das Buch „Die Reisen des Sir John Mandeville“ ist ein faszinierendes und umstrittenes Werk, das einen Einblick in die Denkweise eines realen oder eingebildeten Reisenden des 14. Es verbindet historische Beobachtungen mit phantastischen Elementen und fesselt den Leser durch seine einzigartige Mischung aus Wahrheit und Mythos. Mandevilles Erzählung hat prominente Persönlichkeiten wie Kolumbus und Da Vinci beeinflusst, was ihre historische Bedeutung trotz der Zweifel an ihrer Authentizität unterstreicht.
Vorteile:⬤ Historisch bedeutsam und einflussreich für die Wahrnehmung der Entdeckungsreisen im Mittelalter.
⬤ Fesselnder Erzählstil, der faktische und phantastische Elemente vermischt.
⬤ Bietet Einblicke in die kulturellen Einstellungen des 14. Jahrhunderts, einschließlich Toleranz und Erforschung verschiedener Völker.
⬤ Starker literarischer Wert und eine meisterhafte Einführung, die das Werk in den Kontext stellt.
⬤ Fesselnde Erzählung, die oft humorvolle und phantasievolle Anekdoten enthält.
⬤ Viele Zweifel an der Authentizität von Mandevilles Reisen, die Fragen zur Zuverlässigkeit des Textes aufwerfen.
⬤ Einige Abschnitte werden als langweilig oder „ununterhaltsam“ empfunden, insbesondere Aufzählungen von Orten und Personen.
⬤ Enthält Elemente, die möglicherweise nicht mit dem modernen Empfinden übereinstimmen, was zu Fehlinterpretationen der Ansichten über Ethnie und Geschlecht führen kann.
⬤ Einige Leser sind enttäuscht über die Unterschiede in der Übersetzung und fehlende Inhalte in alternativen Versionen.
(basierend auf 22 Leserbewertungen)
The Travels of Sir John Mandeville
Die angeblich von einem englischen Ritter verfassten Reisen berichten von seinen Erlebnissen im Heiligen Land, in Ägypten, Indien und China. Mandeville behauptet, in der Armee des Großkhans gedient zu haben und "die jenseitigen Länder" bereist zu haben - Länder, die von hundeköpfigen Menschen, Kannibalen, Amazonen und Pygmäen bevölkert waren.
Obwohl sich Marco Polos etwas früherer Bericht letztlich als sachlich genauer erwies, war Mandevilles Bericht weithin bekannt, wurde von Kolumbus, Leonardo da Vinci und Martin Frobisher verwendet und inspirierte so unterschiedliche Schriftsteller wie Swift, Defoe und Coleridge. Diese faszinierende Mischung aus Fakten, Übertreibung und Absurdität bietet sowohl einen faszinierenden Einblick in die Weltanschauungen des vierzehnten Jahrhunderts als auch eine subtile Kritik an ihnen. Seit mehr als siebzig Jahren ist Penguin der führende Verlag für klassische Literatur in der englischsprachigen Welt.
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