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Late Modernity in Crisis: Why We Need a Theory of Society
In Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Verwerfungen und multipler Krisen brauchen wir eine Gesellschaftstheorie, die bereit ist, das große Ganze in den Blick zu nehmen, die Entwicklungslinien moderner Gesellschaften, ihre strukturellen Bedingungen und Dynamiken zu analysieren und mögliche Wege aus den Krisen aufzuzeigen, mit denen wir konfrontiert sind. Zwei deutsche Soziologen, Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa, haben in den letzten Jahrzehnten versucht, umfassende Gesellschaftstheorien dieser Art zu entwickeln.
Auch wenn ihre Theorien sehr unterschiedlich sind, so ist ihnen doch gemeinsam, dass die Analyse der Moderne als soziale Formation im Zentrum der Soziologie stehen muss und dass die Gesellschaftstheorie letztlich dazu dienen soll, die Krisen der Gegenwart zu diagnostizieren. In diesem Buch untersuchen Andreas Reckwitz und Hartmut Rosa gemeinsam den Wert und die Grenzen einer Theorie der Gesellschaft heute.
Sie stellen ihre eigenen Gesellschaftstheorien klar und prägnant dar, erläutern ihre Schlüsselbegriffe - darunter „Singularisierung“ im Fall von Reckwitz, „Beschleunigung“ und „Resonanz“ im Fall von Rosa - und zeigen die Implikationen ihrer Theorien für das Verständnis der vielfältigen Krisen auf, mit denen wir heute konfrontiert sind. Das Ergebnis ist ein Buch, das sowohl eine hervorragende Einführung in die Arbeit von zwei der wichtigsten Soziologen der Gegenwart bietet als auch den Wert der Art von kühner Sozialtheorie moderner Gesellschaften, die sie vertreten, anschaulich demonstriert.