Bewertung:

Das Buch bietet eine detaillierte soziologische und psychologische Studie über die Dirlewanger-Brigade, eine berüchtigte SS-Einheit während des Zweiten Weltkriegs, und beleuchtet ihre brutalen Aktionen und die Mentalität ihrer Mitglieder. Obwohl das Buch gut recherchiert ist und eine einzigartige Perspektive auf den politischen und militärischen Kontext der Einheit bietet, empfanden viele Leser es als trocken, da persönliche Erzählungen und visuelle Hilfsmittel fehlten und es nicht ihren Erwartungen an eine historische Darstellung entsprach.
Vorteile:⬤ Gründliche Recherche und detaillierter historischer Kontext.
⬤ Bietet eine einzigartige soziologische und psychologische Perspektive auf die Dirlewanger Brigade.
⬤ Beleuchtet weniger bekannte historische Ereignisse und die Entwicklung der militärischen Taktik.
⬤ Wissenschaftlicher Ansatz mit ausgezeichneter Bibliographie.
⬤ Sehr trocken und schwer zu lesen, wenig engagiert.
⬤ Fehlen von Fotos, Karten oder visuellen Hilfsmitteln, was viele Leser enttäuschte.
⬤ Der Schwerpunkt liegt eher auf der Theorie als auf einer geradlinigen historischen Erzählung.
⬤ Die Übersetzung kann sich gestelzt anfühlen, was das Leseerlebnis beeinträchtigt.
(basierend auf 82 Leserbewertungen)
The SS Dirlewanger Brigade: The History of the Black Hunters
Die Brigade Dirlewanger war eine Antipartisaneneinheit der NS-Armee, die Heinrich Himmler direkt unterstellt war.
Die ersten Mitglieder der Brigade waren zumeist Wilderer, die aus Gefängnissen und Konzentrationslagern entlassen wurden und von denen man annahm, dass sie über die notwendigen Fähigkeiten verfügten, um Partisanenkämpfer in ihren Lagern in den Wäldern an der Ostfront zu jagen und gefangen zu nehmen. Zu ihnen gesellten sich bald weitere Personen, die einen Ausweg aus der Gefangenschaft suchten, darunter Männer, die wegen Einbruchs, Körperverletzung, Mordes und Vergewaltigung verurteilt worden waren.
Unter der Leitung von Oskar Dirlewanger, einem verurteilten Vergewaltiger und Alkoholiker, konnten sie tun und lassen, was sie wollten: Selbst für ihr schlimmstes Verhalten gab es keine Konsequenzen. Diese Gruppe wurde wegen ihrer besonderen "Talente" eingesetzt, um den jüdischen Aufstand im Warschauer Ghetto niederzuschlagen, bei dem schätzungsweise 35.000 Männer, Frauen und Kinder an einem einzigen Tag getötet wurden. Selbst nach nationalsozialistischen Maßstäben wurde die Brigade als unangemessen gewalttätig angesehen, und es wurde eine Untersuchung ihrer Aktivitäten eingeleitet.
Die Nazi-Hierarchie war bestrebt, sich vom Verhalten der Brigade zu distanzieren, und verbannte schließlich viele ihrer Mitglieder nach Belarus. Auf der Grundlage von Archiven in Deutschland, Polen und Russland bietet die SS-Brigade Dirlewanger einen noch nie dagewesenen Einblick in eines der dunkelsten Kapitel des Zweiten Weltkriegs.