
The Voice of Science: British Scientists on the Lecture Circuit in Gilded Age America
Jahrhundert besaß das gesprochene Wort für viele eine Lebendigkeit und Kraft, die andere Kommunikationsformen übertraf. Diese Überzeugung trug dazu bei, eine vielfältige und dynamische Vortragskultur aufrechtzuerhalten, die ein wichtiges Instrument zur Gestaltung und Anfechtung kultureller Normen und Überzeugungen darstellte.
Als die Wissenschaft zunehmend Teil der öffentlichen Kultur und Debatte wurde, erkannten ihre Sprecher die Notwendigkeit, die vermeintliche Macht der öffentlichen Rede zu nutzen, um die moralische Relevanz wissenschaftlicher Ideen und Haltungen zu empfehlen. Vor diesem Hintergrund untersucht The Voice of Science die Bemühungen von fünf prominenten britischen Wissenschaftlern - John Tyndall, Thomas Henry Huxley, Richard Proctor, Alfred Russel Wallace und Henry Drummond -, auf amerikanischen Vortragsplattformen eine moralische Vision des wissenschaftlichen Lebens zu formulieren und zu verkörpern. Diese Wissenschaftsevangelisten verhandelten die angespannte, aber enge Beziehung zwischen der Plattform- und der Zeitungskultur und stellten sich den Anforderungen des Publikums, das nach bedeutungsvollen und denkwürdigen Vorträgen suchte.
Wie Diarmid Finnegan zeigt, erregten alle fünf unvergleichliche Aufmerksamkeit und provozierten Reaktionen in der Presse, auf Kirchenkanzeln und auf anderen Plattformen. Ihre Vorträge wurden zu wirkungsvollen kulturellen Katalysatoren, die weitreichende Debatten über die Folgen und die Relevanz wissenschaftlichen Denkens für die Rekonstruktion von kulturellem Sinn und moralischem Zweck auslösten.