Bewertung:

Das Buch „Finding Chandra“ ist eine fesselnde Erzählung über den Fall Chandra Levy, in der ihr mysteriöses Verschwinden, der Medienrummel darum und die anschließenden Ermittlungen detailliert beschrieben werden. Es bietet Einblicke in das Leben der beteiligten Personen, insbesondere wie die Polizei und die Medien mit dem Fall umgegangen sind. Die Meinungen gehen jedoch auseinander: Einige Leser schätzen die Tiefe und Detailgenauigkeit des Buches, während andere es langweilig und wenig zielgerichtet finden.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben, mit fesselnden Erzählungen
⬤ bietet einen detaillierten Bericht über den Fall und seine sozialen Auswirkungen
⬤ bietet einen fesselnden Blick in die Welt der Washingtoner Politik
⬤ zeigt die Tragödie von Chandras Geschichte und die Auswirkungen auf ihre Familie
⬤ von einigen Lesern wegen seiner investigativen Tiefe sehr empfohlen.
⬤ Einige Leser fanden es langweilig oder langsam, vor allem in den letzten Kapiteln
⬤ Kritik an der Konzentration des Buches auf die Washingtoner Politik auf Kosten von Chandras Geschichte
⬤ Probleme mit der Kindle-Formatierung für einige Benutzer
⬤ Bedenken über wahrgenommene Ungenauigkeiten und schlechten Journalismus von einigen Rezensenten.
(basierend auf 59 Leserbewertungen)
Finding Chandra: A True Washington Murder Mystery
Es war das Geheimnis, das die Nation im Sommer 2001 in Atem hielt: das plötzliche Verschwinden von Chandra Levy, einer jungen, vielversprechenden Praktikantin, und die mögliche Verwicklung des Kongressabgeordneten Gary Condit. Und dann wurde der Fall kalt. Bis 2007 hatten die Fernsehsender und Reporter die Geschichte über den Kongressabgeordneten und die Praktikantin längst aufgegeben, um sich anderen Nachrichten und neuen Skandalen zuzuwenden. Im ganzen Land versuchten Chandras Eltern, ihr tägliches Leben wieder aufzunehmen, in der verzweifelten Hoffnung, dass die Ermittlungen eines Tages eingestellt werden könnten.
Und in Washington ging das alte Spiel, wer oben und wer unten ist, ohne Unterbrechung weiter.
Aber Chandra Levy verfolgte. Sechs Jahre nach dem Verschwinden der jungen Praktikantin schlugen die investigativen Redakteure der Washington Post zwei mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichneten Reportern ihre Idee vor: Sie sollten den ungelösten Fall neu aufrollen und herausfinden, was mit Chandra geschah - eine Aufgabe, die Polizei und FBI bisher entgangen war.
Scott Higham und Sari Horwitz machten sich an die Arbeit. Das Ergebnis war eine dreizehnteilige Serie in der Washington Post, die sich auf einen Hauptverdächtigen konzentrierte, den die Polizei und das FBI Jahre zuvor übergangen hatten. Sie hatten Condit zu Unrecht verfolgt und waren zahlreichen falschen Spuren nachgegangen, darunter der Behauptung, Chandra sei entführt und in den Nahen Osten gebracht worden.
Doch der wahrscheinlichste Täter war weit weniger glamourös: ein Einwanderer aus El Salvador, ein junger Mann in den Fängen von Alkohol, Drogen und Gewalt, der sich auf den Laufstrecken des Rock Creek Park herumtrieb und Joggerinnen mit einem Messer überfiel. Er hatte wieder zugeschlagen, obwohl sich Polizei und Presse auf einen Kongressabgeordneten konzentrierten, der eine Liebesbeziehung zu der Praktikantin hatte.
Finding Chandra erforscht die stümperhaften Bemühungen der Polizei, den Tatort zu lokalisieren und einen Mörder zu fassen, den Ehrgeiz und die Hybris der Washingtoner Machtelite und des Pressekorps, die verdrehte Kultur der Politik, die dunkle Natur politischer Skandale und die Qualen von Eltern, die mit dem Verlust eines Kindes zu kämpfen haben. Vor allem aber ist es das Porträt einer Gruppe von Außenseitern, die mit dem Traum von etwas Besserem nach Washington kamen, nur um sich für immer zu verändern.