
The Origins of War: A Catholic Perspective
Innerhalb der katholischen Kirche tobt eine Debatte über die Ethik von Krieg und Frieden, aber die einfache Frage, warum Kriege beginnen, wird zu oft vernachlässigt. Die Annahmen der Katholiken über die Ursachen von Konflikten stammen fast immer unkritisch aus der Theorie der internationalen Beziehungen - einem Bereich, der von Liberalismus, Realismus und Marxismus beherrscht wird -, was nicht immer mit der katholischen Theologie vereinbar ist.
In The Origins of War untersucht Matthew A. Shadle verschiedene Quellen, um besser zu verstehen, warum Krieg stattfindet. Sein Rückgriff auf die biblische Literatur und die Lehren von Persönlichkeiten aus der kirchlichen Tradition gibt den Kurs für das Buch vor.
Anschließend untersucht Shadle das wachsende Bewusstsein für das historische Bewusstsein innerhalb der katholischen Tradition - die Art und Weise, wie Glaube und Handeln durch Zeit, Ort und Kultur geprägt werden. Er untersucht die Arbeit zeitgenössischer katholischer Denker wie Papst Johannes Paul II., Jacques Maritain, John Courtney Murray, Dorothy Day, Brian Hehir und George Weigel.
Im konstruktiven Teil des Buches analysiert Shadle die Bewegung innerhalb der Theorie der internationalen Beziehungen, die als Konstruktivismus bekannt ist und die davon ausgeht, dass Krieg weitgehend durch eine Reihe von sozial konstruierten und kulturellen Einflüssen bestimmt wird. Der Konstruktivismus, so Shadle, bietet eine Interpretationsmöglichkeit für die internationale Politik, die einer katholischen Weltanschauung sehr entgegenkommt und der christlichen Berufung zum Friedensstiften eine neue Richtung geben kann.