Die Verdinglichung des Begehrens: Auf dem Weg zu einem Queer-Marxismus

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Die Verdinglichung des Begehrens: Auf dem Weg zu einem Queer-Marxismus (Kevin Floyd)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Toward Queer Marxism“ von Floyd bietet eine durchdachte Erkundung der Queer-Theorie im marxistischen Kontext und analysiert die historischen und sozialen Einflüsse auf queere Identitäten und Bewegungen. Während der Text für seine Klarheit und Tiefe gelobt wird, finden einige Leser, dass die Verschmelzung von Marxismus und Queer-Theorie zu einer düsteren Perspektive führt und den innovativen Geist des früheren Queer-Aktivismus verliert.

Vorteile:

Für ein akademisches Werk ist das Buch straff, durchdacht und klar. Es bietet aufschlussreiche Kritiken an anderen Theoretikern wie Foucault und Butler und wird allen empfohlen, die sich für Queer-Theorie interessieren.

Nachteile:

Die Verschmelzung der Queer-Theorie mit dem Marxismus kann zu einem düsteren Ausblick führen, dem der innovative Geist der frühen Queer-Bewegungen fehlt. Einige Leserinnen und Leser könnten das Gefühl haben, dass es die einzigartigen Beiträge des Queer-Aktivismus zu sehr vereinfacht oder von ihnen ablenkt.

(basierend auf 3 Leserbewertungen)

Originaltitel:

The Reification of Desire: Toward a Queer Marxism

Inhalt des Buches:

Die Verdinglichung des Begehrens nimmt zwei kritische Perspektiven auf, die selten zusammen analysiert werden - prägende Argumente für den Marxismus und solche, die die Grundlage für die Queer-Theorie bilden - und untersucht diese Ideen produktiv mit- und gegeneinander, um eine neue theoretische Verbindung zwischen Marxismus und Queer Studies herzustellen.

Kevin Floyd bringt Queer-Kritik auf die Marxschen Kategorien der Verdinglichung und der Totalität und betrachtet die Dialektik, die das Werk von Georg Luk cs, Herbert Marcuse und Fredric Jameson einrahmt. Indem er die Arbeiten dieser Theoretiker zusammen mit einflussreichen Queer-Arbeiten von Michel Foucault und Judith Butler liest und Texte wie The Sun Also Rises und Midnight Cowboy überdenkt, formuliert Floyd diese beiden zentralen Kategorien neu, die untrennbar mit einem Schlüsselstrang des marxistischen Denkens verbunden sind und sowohl dessen Erklärungskraft als auch seine Grenzen markiert haben. Floyd theoretisiert die Abgrenzung von Sexualität und Geschlecht zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Sinne der Verdinglichung und behauptet, dass diese Abgrenzung ein Aspekt einer größeren Dynamik der sozialen Verdinglichung ist, die durch den Kapitalismus erzwungen wird.

Kevin Floyd entwickelt eine queere Untersuchung von Verdinglichung und Totalität und argumentiert schließlich, dass die Erkenntnisse der Queer-Theorie ein grundlegendes Überdenken beider erfordern.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780816643967
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2009
Seitenzahl:304

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