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Totality Inside Out: Rethinking Crisis and Conflict Under Capital
So unterschiedlich ihre Analysen auch sein mögen, so kritisch stehen einige prominente antikapitalistische Kritiker den gegenwärtigen Debatten über die Wiedergutmachungsgerechtigkeit für Gruppen gegenüber, die aufgrund ihrer Rasse, ihres Geschlechts, ihrer sexuellen Identität, ihrer sexuellen Präferenz und/oder ihrer Fähigkeiten historisch unterdrückt und ausgegrenzt wurden, und argumentieren, dass diese Kämpfe höchstens zu einem diversitätsfreundlicheren Kapital führen können.
In der Zwischenzeit behaupten Wissenschaftler aus den Bereichen Gender und Sexualität sowie Rassen- und ethnische Studien, dass antikapitalistisches Denken spezifische Formen und Erfahrungen der Unterwerfung nicht anerkennt, indem es das sozioökonomische über andere Logiken der Herrschaft stellt. Die Denker und Aktivisten, die in Totality Inside Out erscheinen, lehnen diese trennende Logik gänzlich ab.
Stattdessen streben sie eine umfassendere Analyse unserer Gegenwart an, um zusammenhängende Orte des politischen Kampfes um Rassen- und Wirtschaftsgerechtigkeit, materialistische feministische und Queer-Kritik, Klimawandel und ästhetische Werte aufzudecken. Die neu konzipierte Darstellung der kapitalistischen Totalität, die in diesem Band erscheint, beleuchtet die materiellen Verflechtungen zwischen diskreten sozialen Phänomenen, Formen der Unterdrückung und Gruppengeschichten und bietet Lesern, die daran interessiert sind, zu erforschen, wie der Kapitalismus integrale Beziehungen innerhalb des sozialen Ganzen formt, mehrere Ansatzpunkte.