
Imagining the Arabs: Arab Identity and the Rise of Islam
Wer sind die Araber? Wann begannen die Menschen, sich Araber zu nennen? Und welche Rolle spielten die Araber bei der Entstehung des Islam? Das Buch Imagining the Arabs untersucht diese zentralen Fragen zur arabischen Identität und Geschichte, indem es die bisher umfangreichsten arabischen Quellen zusammenstellt und die Belege eng mit Theorien zu Identität und ethnischer Zugehörigkeit verknüpft. Es bietet neue Antworten auf das Rätsel der arabischen Ursprünge und grundlegende Neuinterpretationen der frühen islamischen Geschichte.
Dieses Buch zeigt, dass die altehrwürdigen Stereotypen, die die Araber als alte arabische Beduinen darstellen, völlig irreführend sind, da das Wesen der arabischen Identität in Wirklichkeit von den Muslimen in den ersten Jahrhunderten des Islam entwickelt wurde. Die arabische Identität entstand und entwickelte sich, als Gruppen sich neue Vorstellungen von Gemeinschaft ausdachten, um den sich radikal verändernden Lebensumständen im frühen Kalifat gerecht zu werden.
Die Idee des "Arabers" war ein Mittel, das die Muslime einsetzten, um ihre gemeinschaftliche Identität zu artikulieren, um die Machtverhältnisse nach der Eroberung zu verhandeln und um den Aufstieg des Islam zu erklären. In den ersten vier Jahrhunderten des Islams beteiligten sich politische Eliten, Genealogen, Gedichtsammler, Historiker und Grammatiker an einem lebendigen Prozess der Imagination und Neudefinition der arabischen Identität und Geschichte, und die Summe ihrer Werke begründete eine mächtige Tradition, die die Gemeinschaften des Nahen Ostens bis in die Gegenwart beeinflusst.