
Imagining the City
Die städtischen Räume, die wir heute bewohnen, wurden durch eine Kombination historischer Kräfte geformt - durch soziale und wirtschaftliche Prozesse, durch die spezifischen Entwürfe von Stadtplanern und durch die regulatorischen und rituellen Praktiken früherer Zeiten.
Als Schauplätze kultureller Aktivitäten sind sie auch von Legenden, symbolischen Assoziationen und historischen Erinnerungen durchdrungen. Dieser zweite Band mit Beiträgen, die aus der 2004 in Cambridge abgehaltenen Konferenz „Imagining the City“ hervorgegangen sind, untersucht die physische Organisation und die imaginative Wahrnehmung von Städten sowohl aus historischer als auch aus zeitgenössischer Sicht und in einem geografischen Rahmen, der von der Ukraine bis nach Mexiko reicht.
Es wird erörtert, wie Städte in der Spätantike, im Mittelalter und in der frühen Neuzeit als Stätten religiöser, kultureller und politischer Rituale ins Auge gefasst wurden; wie städtische Räume von Industriegesellschaften und den politischen Kulturen des 20. Jahrhunderts genutzt wurden; und welche Auswirkungen die Rolle, die sie bei der Schaffung der historischen Identität bestimmter Gemeinschaften (ob national, politisch oder religiös) und bei der Abgrenzung zwischen Kulturen gespielt haben, auf die Bevölkerung bestimmter Städte hat.