Die Wiedereinführung der göttlichen Frau im Judentum

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Die Wiedereinführung der göttlichen Frau im Judentum (Jenny Kien)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Jenny Kiens Buch „Synagogen für die Göttin“ untersucht die Rolle der Frauen im frühen Judentum und setzt sich für die Anerkennung des göttlichen Weiblichen in der jüdischen Praxis ein. Es stellt traditionelle patriarchalische Interpretationen biblischer Texte in Frage und bietet alternative Lesarten, die die historische Bedeutung der Frauen in der Religion hervorheben. Kien ermutigt das moderne Judentum, diese Texte zurückzufordern und neu zu interpretieren, und schlägt vor, dass das Judentum eine polytheistische Richtung einschlagen kann, die die weibliche Verehrung einschließt.

Vorteile:

Das Buch bietet Denkanstöße zur Rolle der Frau im frühen Judentum, liefert detaillierte Textanalysen, die traditionelle Interpretationen der hebräischen Bibel neu gestalten, und fördert die Einbeziehung der Erfahrungen von Frauen und des Göttlich-Weiblichen in die heutige jüdische Praxis. Das Buch richtet sich sowohl an jüdische als auch an christliche Leser und bietet eine einzigartige feministische Perspektive auf religiöse Texte.

Nachteile:

Einige Leserinnen und Leser könnten den Fokus des Buches auf feministische Theologie und die Wiedereinführung des Göttlich-Weiblichen als kontrovers oder als Herausforderung für traditionelle Glaubensvorstellungen empfinden. Darüber hinaus kann der Text für diejenigen, die mit den komplexen Zusammenhängen der jüdischen Geschichte oder der feministischen Spiritualität nicht vertraut sind, esoterisch erscheinen.

(basierend auf 4 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Reinstating the Divine Woman in Judaism

Inhalt des Buches:

In den alten Religionen waren die Göttinnen besonders wichtig für das körperliche, soziale und geistige Wohlbefinden der Frauen. Dennoch wurde die göttliche Frau von den monotheistischen Religionen verworfen. Angesichts ihrer Bedeutung für die Frauen schlägt die Autorin vor, die göttliche Frau in das Judentum zurückzuholen.

Textliche, archäologische und historische Analysen zeigen, dass die kanaanäische Große Göttin Aschera als Gefährtin Jahwes in der Religion des biblischen Juda und Israels eine wichtige Rolle spielte. Die Autorin zeigt, dass diese Göttin nicht völlig aus dem modernen Judentum verschwunden ist - ihre Analyse der Vertreibung aus dem Garten Eden und der Geschichte von Tamar und Juda offenbart viele Spuren von Ascheras Verehrung und Mythen, die noch in der Bibel zu finden sind. Die Entwicklung der Menora und des kabbalistischen Lebensbaums aus der religiösen Symbolik der Aschera verdeutlicht zudem den tiefgreifenden Einfluss der Göttin auf das Judentum.

Diese Erkenntnisse sind für das heutige feministische Judentum von großer Bedeutung. Die Wiedereinführung der göttlichen Frau in das Judentum kann neue Wege der Annäherung an die biblischen Texte, die religiöse Praxis und die jährlichen Feste anregen - Wege, die ihre Verbindung mit der jüdischen Tradition bewahren und gleichzeitig die Frauen stärken.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781581127638
Autor:
Verlag:
Sprache:Englisch
Einband:Taschenbuch

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