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Science Encounters the Indian, 1820-1880: The Early Years of American Ethnology
Jahrhunderts betrachteten die Ethnologen die amerikanischen Indianer durch ein Prisma intellektueller Argumente, die sie von den Denkern der europäischen Aufklärung übernommen hatten. Aus dieser Perspektive wurden die Indianer als eine minderwertige Rasse betrachtet, deren primitive Existenz auf eine ungünstige Umwelt zurückzuführen war und deren "Fortschritt" von den zivilisierenden Auswirkungen der Bildung und einer veränderten physischen Umwelt abhing.
Die Abkehr von dieser Sichtweise angesichts neuer physischer Beweise und veränderter kultureller Wahrnehmungen ist das Thema dieser eingehenden Studie über fünf Ethnologen, deren Forschungen und Schriften parallel zur Entwicklung der Ethnologie des 19. Die fünf Hauptfiguren waren Albert Gallatin, Samuel G. Morton, Ephraim G. Squier, Henry Rowe Schoolcraft und Lewis Henry Morgan.
Diese Studie geht weit über die Biologie hinaus und erforscht den sozialen und intellektuellen Kontext, in dem diese Wissenschaftler ihre Theorien aufstellten, sowie die Bedeutung dieser Theorien für die entscheidenden Fragen des Aufstiegs der Indianer, der Heirat und der Herkunft. Es ist auch eine Geschichte des entstehenden Berufsstandes der Ethnologie, in dem Gelehrte über das zivilisatorische Potenzial der Indianer debattierten, Berufsverbände gründeten und nach Möglichkeiten suchten, ihre ungewöhnlichen Forschungen zu veröffentlichen.
Der renommierte Anthropologe Raymond D. Fogelson sagt über dieses bahnbrechende Werk von Robert E. Bieder: "Es behandelt in umfassender und verständlicher Weise die Hintergründe, die eine unverwechselbare amerikanische Ethnologie und ihre spätere Professionalisierung hervorbrachten. Nachfolgende Forschungen werden Fußnoten zu Bieder's großartiger Arbeit sein. Die Wissenschaftlichkeit ist tadellos. Es ist eines jener Bücher von bleibendem Wert.".