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Contesting Earth's Future: Radical Ecology & Postmodernity
Bei radikaler Ökologie denkt man in der Regel an Medienbilder von Umweltaktivisten, die vor den Sägen der Holzfäller stehen, Anti-Atomkraft-Märsche veranstalten und sich mit Umweltverschmutzern auf hoher See anlegen. Doch seit mehr als zwanzig Jahren werden die Aktivitäten von Organisationen wie den Grünen und Earth First! von einer vielfältigen, weniger bekannten Gruppe radikaler ökologischer Philosophen beeinflusst. Ihre Arbeit - die philosophischen Grundlagen der radikalen ökologischen Bewegung - ist das Thema von Contesting Earth's Future.
Das Buch bietet eine dringend benötigte, ausgewogene Einschätzung der Prinzipien, Ziele und Grenzen der radikalen Ökologie. Michael Zimmerman untersucht kritisch die drei Hauptzweige der Bewegung - Tiefenökologie, soziale Ökologie und Ökofeminismus. Er ordnet die radikale Ökologie in das komplexe kulturelle und politische Terrain des späten 20. Jahrhunderts ein und zeigt ihre Beziehung zu Martin Heideggers antitechnologischem Denken, dem Gegenkulturalismus der 1960er Jahre und den zeitgenössischen Theorien des Poststrukturalismus und der Postmoderne.
Als früher und einflussreicher ökologischer Denker ist Zimmerman in einzigartiger Weise qualifiziert, einen umfassenden Überblick über den radikalen Umweltschutz zu geben und seine verschiedenen Denkschulen zu beschreiben. Er beschreibt klar und deutlich deren entscheidende Argumente und interne Streitigkeiten, darunter die Anschuldigung, die Tiefenökologie sei eine antimoderne, protofaschistische Ideologie. Dieses Buch, das sowohl die Verheißungen als auch die Gefahren der Bewegung widerspiegelt, ist eine unverzichtbare Lektüre für alle, die sich mit der weltweiten ökologischen Krise beschäftigen.