Bewertung:

Disqualified beschreibt die inspirierende Reise von Eddie Hart, einem Ausnahmesportler, der seine olympischen Träume verfolgt und dabei seine Familie und seinen Glauben in den Vordergrund stellt. Das Buch verwebt persönliche Anekdoten, historische Einblicke in die Olympischen Spiele 1972 in München und Überlegungen zur Integrität im Sport.
Vorteile:Das Buch ist gut geschrieben, fesselnd und inspirierend. Es bietet eine einzigartige Perspektive auf das Leben eines olympischen Sportlers und beleuchtet persönliche Kämpfe und Triumphe. Viele Leser fanden, dass es eine erbauliche Lektüre ist, die wertvolle Lebenslektionen bietet.
Nachteile:Einige Leser bemängelten, dass die Schrift zu klein ist, was das Lesen erschwert. Außerdem hat das Buch zwar olympische Themen, aber nur wenige Kapitel befassen sich direkt mit den Olympischen Spielen, was für einige, die eine mehr auf die Leichtathletik ausgerichtete Erzählung erwarten, enttäuschend sein könnte.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Disqualified: Eddie Hart, Munich 1972, and the Voices of the Most Tragic Olympics
Nachdem er zuvor den Weltrekord gebrochen hatte, galt Eddie Hart bei den Olympischen Spielen 1972 in München als großer Favorit auf den Sieg im 100-Meter-Lauf. Doch dann geschah das Unerklärliche: Er wurde disqualifiziert, nachdem er bei einem Viertelfinallauf um Sekunden zu spät gekommen war. Zehn Jahre Training, um der "schnellste Mensch der Welt" zu werden, der Titel, der einem Olympiasieger im 100-Meter-Lauf verliehen wird, waren mit einem Schlag verloren. Aber wer war schuld daran?
Harts Enttäuschung war nur eine von vielen Nebenhandlungen der tragischsten aller Olympischen Spiele, bei denen acht arabische Terroristen elf israelische Sportler und Trainer ermordeten, während die Welt entsetzt zusah. Fünf Terroristen wurden getötet, aber drei entkamen als Helden in ihr Heimatland und wurden nie vor Gericht gestellt. Der Schwimmer Mark Spitz gewann sieben Goldmedaillen, wurde aber anschließend aus Deutschland ausgewiesen, weil er Jude war. Neben Hart schienen auch andere amerikanische Sportler in München vom Pech verfolgt zu sein. Das Basketballteam der USA glaubte, die Goldmedaille verdient zu haben, aber die Russen erhielten sie stattdessen durch eine beispiellose Formalität. Bob Seagren, der Titelverteidiger im Stabhochsprung, durfte seine Stäbe nicht benutzen und musste mit fremden Stäben antreten. Und der Schwimmer Rick DeMont verlor eine Goldmedaille und die Möglichkeit, eine zweite zu gewinnen, wegen eines Allergie-Medikaments, das zwar die Anforderungen des US-Olympischen Komitees erfüllte, aber vom Internationalen Olympischen Komitee nicht zugelassen wurde.
Es war diese Art von Olympiade, verwirrend für die einen, fatal für die anderen. Hart reiste dreiundvierzig Jahre später zurück nach München, um seine große Enttäuschung erneut zu erleben. Er kehrte in dasselbe Stadion zurück, wo er mit der 400-Meter-Staffel eine Goldmedaille gewann. Seine interessante Lebensgeschichte, die er zusammen mit dem Autor Dave Newhouse erzählt, wirft in Disqualified ein völlig neues Licht auf das, was in München wirklich geschah. Er enthält Interviews mit Spitz und den betroffenen amerikanischen Sportlern sowie Gespräche mit zwei Israelis, die den Terroristen entkommen konnten. Und Hart erfuhr endlich, wer für seine Disqualifikation und die von Rey Robinson, der im selben Lauf war, verantwortlich war. Dies führt zu einem interessanten Nachwort, in dem diese beiden Senioren über die ihnen vor langer Zeit verwehrte Chance nachdenken.