
Disruptive Voices and the Singularity of Histories
Histories of Anthropology Annual präsentiert verschiedene Perspektiven auf die Geschichte des Fachs in einem globalen Kontext mit dem Ziel, das Bewusstsein und die Nutzung historischer Ansätze beim Lehren, Lernen und Betreiben von Anthropologie zu fördern. Die Reihe umfasst kritische, vergleichende, analytische und narrative Studien zu allen Aspekten und Teilbereichen der Anthropologie.
Band 13, Disruptive Voices and the Singularity of Histories, erforscht das Zusammenspiel von Identitäten und Wissenschaft in der Geschichte der Anthropologie, wobei ein spezieller Abschnitt die Vorläufer der Feldforschung und die indigenen Gemeinschaften im indigenen Nordamerika untersucht. In den einzelnen Beiträgen wird die Komplexität der Frauengeschichte, der Geschichte der Ureinwohner, der nationalen Traditionen und der mündlichen Überlieferungen erforscht, um das, was wir über die Vergangenheit wissen, den Kontinuitäten in der Gegenwart gegenüberzustellen. Zu diesen Beiträgen gehören Sharon Lindenburgers Untersuchung von Franz Boas und seiner Auseinandersetzung mit der jüdischen Identität, Kathy M'Closkeys Dokumentation der Navajo-Weberinnen und ihrer Kämpfe mit kulturellen Identitäten und wirtschaftlichen Ressourcen und Anforderungen sowie Mindy Morgans Verwendung des Textes von Ruth Underhills O'odham-Studie, um die Stimmen von drei Generationen von Ethnografinnen zu erfassen.
Da diese Arbeit eine Brücke zwischen Anthropologie und Geschichte schlägt, entsteht durch die akribischen Erzählungen der Anthropologen und ihre einzigartige Feldforschung eine reichhaltigere und vielfältigere Sicht auf die Vergangenheit, die letztlich konkurrierende Zugangspunkte zu sozialen Dynamiken bietet. Dieser Band untersucht Ereignisse auf der Makro- und Mikroebene, dokumentiert die Auswirkungen großer historischer Ereignisse auf bestimmte Personen und stellt die Einzigartigkeit einer einzigen Interpretation "derselben Fakten" in Frage.