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Dorothy „Dot“ Greenbaum und Rafaela „Ralfie“ Santopietro sind seit Jahren zusammen, doch mit zunehmendem Alter zeigen sich Risse in ihrem stabilen Leben. Ralfie kann nach einer lähmenden Knieoperation die Treppen in ihrem Haus nicht mehr bewältigen, und Dots Herzerkrankung stellt die Tragfähigkeit ihrer Karriere, ihrer Wohnung und ihrer Beziehung in Frage.
In ihren späten Sechzigern und ohne Kinder, auf die sie sich stützen können, müssen sich die beiden Frauen mit unvorhergesehenen Fragen zu Identität, Liebe und Familie auseinandersetzen. Dot ist fürsorglich, verbirgt aber verletzende Geheimnisse. Ralfies Schroffheit verdeckt den körperlichen und emotionalen Schmerz, den sie erleidet.
Freunde und Verwandte bieten nicht unbedingt ansprechende Vorbilder für ihren dritten Akt. Dots Schwester Susan drängt sie in eine spießige „55 oder besser“-Gemeinschaft in der Vorstadt, die von alternden Heteros bevölkert wird, die die maskuline Ralfie für einen altmodischen Mann halten.
Die achtzigjährige Viola - Pünktchens Freundin und gelegentliche Geliebte - lebt allein und lehnt Hilfe ab, selbst als sie einen verheerenden Sturz erlebt. Mit Hoffmans charakteristischem Witz wirft Dot & Ralfie einen harten, manchmal schmerzhaften Blick auf die Pflege älterer Menschen in der LGBTQ+-Community und auf die einzigartigen Kämpfe, die mit dem Älterwerden außerhalb heteronormativer Strukturen einhergehen.