
Dark Smiles: Race and Desire in George Eliot
Obwohl George Eliot seit langem als Romanautorin der Midlands bezeichnet wird, brachte sie in ihren Werken oft die Außenbezirke des Reiches nach Hause. "Dark Smiles: Race and Desire in George Eliot" untersucht Eliots problematisches, karrierebegleitendes Interesse an der Darstellung von rassischem und ethnischem Anderssein.
Indem sie Eliots vielfältige und weitreichende Behandlung des Andersseins in den zeitgenössischen Kontext stellt, argumentiert Alicia Carroll, dass Eliot sich sowohl mit traditionellen rassischen und ethnischen Darstellungen des Andersseins auseinandersetzt als auch ihnen widersteht. Carroll stellt fest, dass Eliot, wie auch andere Schriftstellerinnen ihrer Zeit, sich häufig Erzählungen über das Anderssein zu eigen macht, um Themen zu erforschen, die in der viktorianischen Mainstream-Kultur zum Schweigen gebracht wurden, insbesondere das Problem der begehrenden Frau. Doch während das Anderssein in Eliots Jahrhundert in der Regel mit dem Geschlecht der Frau gleichgesetzt und als Objekt des weißen männlichen Begehrens konstruiert wurde, versucht Eliot oft, diese Vorstellung zu unterlaufen.
Professor Carroll zeigt Eliots Tendenz auf, Bilder von Mädchen, Berufung und Mutterschaft zu exotisieren, um geschlechtsspezifische Subjektivitäten zu kritisieren und zu erforschen. Die störende Anwesenheit eines rassischen oder ethnischen Außenseiters zerbricht oft Eliots Erzählungen über die Gemeinschaft und führt zu einer starken Kritik an der Heimatkultur.
Der konsequente Rückgriff von Eliots Werk auf rassisches und ethnisches Anderssein als Modus der Kulturkritik wird hier zum ersten Mal in seiner Gesamtheit untersucht. "