
Dystopian and Utopian Impulses in Art Making: The World We Want
Eine Erkundung verschiedener Kunstpraktiken, die versuchen, neue Wege des Verständnisses und des Daseins in der Welt anzubieten.
Die zeitgenössische Kunst hat eine komplexe Beziehung zur Krise. Einerseits kann die Kunst uns auf die Apokalypse hinweisen: Sie zeichnet das sich entfaltende Chaos auf, reflektiert und verstärkt die Auswirkungen der Krise und zeigt uns das Dystopische in unserem täglichen Leben und in unserer imaginierten Zukunft. Andererseits hilft uns die Komplexität der Kunst, die Ungewissheit der Welt zu ergründen, die Ordnung der Dinge zu hinterfragen und herauszufordern, und ermöglicht es uns, uns neue Wege des Lebens und des Seins vorzustellen - neue Welten zu schaffen.
Diese Sammlung schriftlicher und visueller Essays enthält künstlerische Antworten auf verschiedene Krisen - darunter die Klimakrise, globale und lokale Ungleichheiten und die COVID-19-Pandemie - und schlägt neue Formen der Kollektivität und Zusammenarbeit in der künstlerischen Praxis vor. Es wird eine Vielzahl von Praktiken aus der Perspektive Australiens, Neuseelands und Asiens untersucht. Das Kunstschaffen hat schon immer auf die Welt reagiert; die Aufsätze in dieser Sammlung untersuchen, wie sich Künstler auf eine Welt in der Krise einstellen. Die Beiträge in diesem Buch sind in vier Abschnitte gegliedert: künstlerische Antworten, kritische Überlegungen, neue kuratorische Ansätze und die Kunstschule in neuem Gewand. Neben den schriftlichen Kapiteln liefern drei fotografische Essays konkrete Beispiele für neue visuelle Formen in der künstlerischen Praxis unter Krisenbedingungen.