Bewertung:

In den Rezensionen zu „A River Running West“ findet sich eine Mischung aus Wertschätzung für die detaillierte und gründliche Erforschung von John Wesley Powells Leben und Wirken sowie Kritik an seinem langatmigen und manchmal ermüdenden Schreibstil. Während das Buch für seine historischen Einblicke und seine sorgfältige Recherche gelobt wird, fanden einige Leser es weniger fesselnd und akademischer als erwartet.
Vorteile:⬤ Ausgezeichnete Detailtreue und Gründlichkeit bei der Darstellung von Powells Leben und seinen Entdeckungen.
⬤ Bietet wertvolle Einblicke in die Geschichte des amerikanischen Westens und Powells Beiträge zur Wissenschaft und Erforschung.
⬤ Gut recherchiert und größtenteils gut geschrieben, mit einer starken akademischen Fundierung.
⬤ Fördert ein tieferes Verständnis für Umweltfragen und die Bedeutung der Geschichte für die Gestaltung der aktuellen Politik.
⬤ Geschichtsliebhaber und alle, die sich für Powells einzigartige Geschichte interessieren, werden es schätzen.
⬤ Langatmig und kann aufgrund der übermäßigen Details und Ausführungen anstrengend sein.
⬤ Nicht so fesselnd oder erzählerisch wie andere Berichte, insbesondere im Vergleich zu Stegners Werk.
⬤ Einige Abschnitte werden als ermüdend empfunden, mit unbeholfenen Metaphern und sich wiederholenden Inhalten.
⬤ Für Leser, die eine spannende Abenteuererzählung suchen, die sich auf die Flussfahrt konzentriert, ist das Buch vielleicht nicht geeignet.
(basierend auf 16 Leserbewertungen)
A River Running West: The Life of John Wesley Powell
Wenn das Wort "Held" noch in das Lexikon der Historiker gehörte, würde es sicherlich auf John Wesley Powell angewendet werden. Als unerschrockener Entdecker, umsichtiger Wissenschaftler, talentierter Schriftsteller und engagierter Naturschützer leitete Powell die Expedition, die den Colorado River auf die amerikanischen Landkarten brachte und der Welt den Grand Canyon zeigte. Jetzt erscheint die erste Biografie dieser überragenden Persönlichkeit seit fast fünfzig Jahren - ein Buch, das sein Leben in all seinem Heldentum, Idealismus und seiner zwiespältigen, zweideutigen Menschlichkeit einfängt.
In A River Running West erzählt Donald Worster, einer der führenden Historiker des Westens, die Geschichte von Powells großen Abenteuern und beschreibt seine historische Bedeutung mit überzeugender Klarheit und Geschick. Worster zeichnet ein lebendiges Porträt dieses Mannes, der aus der Welt der Einwanderer des frühen 19. Jahrhunderts, der glühenden Religion und der rauen ländlichen Kultur hervorging und nur knapp die Bürgerkriegsschlacht bei Shiloh überlebte. Das Herzstück von Worsters Biografie ist Powells epische Reise den Colorado hinunter im Jahr 1869, eine Geschichte von erschütternden Erfahrungen, tödlichen Unfällen und atemberaubenden Entdeckungen. Nach Jahren in der Region, in denen er Gesteine und Fossilien sammelte und lernte, die Sprachen der amerikanischen Ureinwohner zu sprechen, kehrte Powell als wortgewandter Verfechter des Westens nach Washington zurück und wurde zu einem der ersten und einflussreichsten Naturschützer Amerikas. Doch am Ende wurde er Opfer einer Clique von Politikern im Westen, die auf eine uneingeschränkte wirtschaftliche Entwicklung drängten und den alternden Forscher in ein ruhiges Leben zurückdrängten.
Anthropologische Kontemplation.
John Wesley Powell verkörperte die Energie, den Optimismus und den Westwärtsdrang der jungen Vereinigten Staaten. A River Running West" ist ein großartig geschriebener, meisterhafter Bericht über diesen großen amerikanischen Entdecker und Umweltpionier, eine wahre Geschichte über unerschrockenen Mut im amerikanischen Westen.