Bewertung:

Das Buch „Das Kabinett der römischen Kuriositäten“ ist eine Zusammenstellung faszinierender und skurriler Fakten über das Leben und die Kultur der alten Römer, die thematisch geordnet sind. In den Rezensionen wird der unterhaltsame und informative Charakter des Buches hervorgehoben, das sowohl Gelegenheitsleser als auch Liebhaber der antiken Geschichte anspricht, auch wenn manche es weniger fesselnd finden, wenn sie es von vorne bis hinten lesen.
Vorteile:⬤ Fesselnde Sammlung einzigartiger und humorvoller Fakten über die römische Kultur der Antike.
⬤ Auch für Leser ohne Lateinkenntnisse zugänglich; mit Übersetzungen.
⬤ Optisch ansprechend mit Schwarz-Weiß-Fotos und einem Glossar.
⬤ Geeignet für Liebhaber von Trivialitäten und Geschichtsbegeisterte.
⬤ Denkanstöße über die Kontinuität bestimmter Aspekte der Kultur im Laufe der Zeit.
⬤ Einige Leser fanden es langweilig, wenn sie es direkt durchgelesen haben, da es eher ein Glossar von Fakten als eine Erzählung ist.
⬤ Es fehlt an Tiefe und Kommentar; viele Einträge sind isolierte Fakten.
⬤ Für Leser, die mit der römischen Geschichte nicht vertraut sind, ist das Buch möglicherweise nicht geeignet, da es gewisse Vorkenntnisse voraussetzt.
⬤ Einige Abschnitte können für empfindlichere Leser aufgrund des expliziten Inhalts anstößig sein.
(basierend auf 53 Leserbewertungen)
A Cabinet of Roman Curiosities: Strange Tales and Surprising Facts from the World's Greatest Empire
Dies ist eine skurrile und fesselnde Sammlung seltsamer Fakten, seltsamer Überzeugungen, abwegiger Meinungen und anderer höchst amüsanter Trivialitäten über die alten Römer. Wir neigen dazu, uns die Römer als ein pragmatisches Volk mit einer rücksichtslos effizienten Armee, einem beispielhaften Rechtssystem und einer präzisen und eleganten Sprache vorzustellen. Das Kabinett der römischen Kuriositäten zeigt, dass die Römer gleichermaßen zu bizarrem Aberglauben, logikwidrigen Bräuchen und oft urkomisch spöttischen Ansichten über ihre römischen Mitbürger und Nicht-Römer fähig waren.
Der Altphilologe J. C. McKeown hat die Einträge in diesem unterhaltsamen Band nach Hauptthemen gegliedert - Armee, Frauen, Religion und Aberglaube, Familienleben, Medizin, Sklaven, Spektakel - und ermöglicht so ein schnelles Durchblättern oder einen bewussteren Konsum. Zu den vielen Perlen des Buches gehören:
- Die Römer über das städtische Leben:
Der Satiriker Juvenal zählt "Brände, einstürzende Gebäude und im August rezitierende Dichter als Gefahren für das Leben in Rom" auf.
- Über erweiterte Verhöre:
"Wenn wir gezwungen sind, die Aussage eines Arenakämpfers oder einer anderen Person dieser Art zu vernehmen, darf man ihr nicht glauben, es sei denn, sie wird unter der Folter befragt." (Justinian)
- Über Träume:
Der Traum, Bücher zu essen, "sagt Lehrern, Dozenten und allen, die ihren Lebensunterhalt mit Büchern verdienen, einen Vorteil voraus, aber für alle anderen bedeutet er einen plötzlichen Tod".
- Über das Essen:
"Wenn Menschen unwissentlich Menschenfleisch essen, das ihnen von skrupellosen Restaurantbesitzern und anderen serviert wird, wird oft die Ähnlichkeit mit Schweinefleisch festgestellt." (Galen)
- Über die Ehe:
Im alten Rom konnte eine Ehe auch in Abwesenheit der Parteien geschlossen werden, sofern sie von der Vereinbarung wussten oder ihr nachträglich zustimmten".
- Über die Gesundheitsversorgung:
Plinius bezeichnete Arztrechnungen ätzend als "Anzahlung auf den Tod", und Martial witzelte: "Diaulus war früher ein Arzt, jetzt ist er ein Leichenbestatter. Er tut als Leichenbestatter das, was er als Arzt getan hat.".
Für alle, die einen unrühmlichen Blick auf die Unterseite des größten Imperiums der Geschichte werfen wollen, bietet Das Kabinett der römischen Kuriositäten endlose Vergnügen.