Bewertung:

Das Buch ist eine fesselnde Biografie von Samuel Pallache, gefüllt mit gut recherchierten historischen Details und Einblicken in eine Schattenwelt historischer Figuren. Während einige Rezensenten die Tiefe und das Interesse des Buches lobten, wiesen andere auf die subjektiven Interpretationen der Autoren hin und schlugen vor, dass andere Werke einen umfassenderen Blick bieten.
Vorteile:⬤ Interessante und fesselnde Biografie
⬤ gut recherchiert mit mehreren Quellen
⬤ fesselnde Einblicke in weniger bekannte historische Persönlichkeiten
⬤ empfohlen für alle, die sich für die spanische Sprache und Geschichte interessieren.
Die Autoren präsentieren manchmal eher Meinungen als streng sachliche Informationen; einige Leser sind der Meinung, dass andere Biografien ein tieferes Verständnis von Samuel Pallache vermitteln.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
A Man of Three Worlds: Samuel Pallache, a Moroccan Jew in Catholic and Protestant Europe
Im späten fünfzehnten Jahrhundert gelangten viele der aus Spanien vertriebenen Juden nach Marokko und gründeten in Fez eine dynamische Gemeinde. Eine Reihe von jüdischen Familien wurde dort im Handel und im öffentlichen Leben bekannt.
Zu den Juden spanischer Herkunft in Fes gehörte Samuel Pallache, der dem marokkanischen Sultan bis zu seinem Tod im Jahr 1616 als Handels- und Diplomatenvertreter in Holland diente. Zuvor hatte er versucht, mit seiner Familie nach Spanien zurückzukehren. Zu diesem Zweck versuchte er, zum Katholizismus zu konvertieren und arbeitete als Informant, Vermittler und Spion in marokkanischen Angelegenheiten für den spanischen Hof.
Später wurde er Freibeuter gegen spanische Schiffe und wurde deshalb in London vor Gericht gestellt. Seine religiöse Identität erwies sich als ebenso wandelbar wie seine politische Zugehörigkeit: In Amsterdam war er gläubiger Jude, in Spanien ein loyaler Converso (getaufter Jude).
In A Man of Three Worlds (Ein Mann aus drei Welten) betrachten Mercedes Garc a-Arenal und Gerard Wiegers Samuel Pallaches Welt als einen Mikrokosmos der frühneuzeitlichen Gesellschaft, der weitaus vernetzter, kosmopolitischer und fließender ist, als es oft dargestellt wird. Pallaches Missionen und Missgeschicke führten ihn vom islamischen Fez und dem katholischen Spanien ins protestantische England und nach Holland.
Auf diesen Reisen erforschen die Autoren die Funktionsweise des marokkanischen Sultanats und des spanischen Hofs, die jüdischen Gemeinden von Fes und Amsterdam sowie Einzelheiten des Atlantik-Mittelmeer-Handels. Ein Mann aus drei Welten ist gleichzeitig ein umfassender Überblick über zwei Kontinente, drei Religionen und fünf Nationalstaaten und die intime Geschichte eines bemerkenswerten Mannes - Geschichte in ihrer fesselndsten Form.