Bewertung:

Natan Sharanskys „The Case for Democracy“ untersucht den Zusammenhang zwischen Demokratie und Frieden und plädiert für die Förderung demokratischer Werte in der ganzen Welt. Das Buch betrachtet den historischen Kontext tyrannischer Regime und argumentiert, dass Gesellschaften, die auf Angst aufgebaut sind, keinen Frieden erhalten können. Während einige seine Argumente überzeugend und zeitgemäß finden, kritisieren andere, dass er komplexe geopolitische Fragen zu sehr vereinfacht.
Vorteile:Das Buch wird für seine überzeugenden Argumente, seine klare Sprache und die einzigartige Perspektive des Autors als ehemaliger sowjetischer Dissident gelobt. In vielen Rezensionen wird die Relevanz des Buches für aktuelle globale Fragen hervorgehoben, insbesondere in Bezug auf Demokratie und Menschenrechte. Scharanskys Fähigkeit, die Notwendigkeit demokratischer Reformen in nicht-demokratischen Gesellschaften zu artikulieren, wird als eine wesentliche Stärke hervorgehoben.
Nachteile:Kritiker argumentieren, dass Sharanskys Sichtweise zu vereinfachend sei und die kulturellen und religiösen Komplexitäten in der Weltpolitik nicht berücksichtige. In einigen Rezensionen wird darauf hingewiesen, dass seine Ansichten möglicherweise zu sehr mit bestimmten politischen Ideologien übereinstimmen, insbesondere in Bezug auf Israel und die Außenpolitik der USA, und dass das Buch die Nuancen der internationalen Beziehungen nicht angemessen untersucht.
(basierend auf 133 Leserbewertungen)
The Case for Democracy: The Power of Freedom to Overcome Tyranny and Terror
Natan Sharansky ist der Meinung, dass der wahrhaftigste Ausdruck von Demokratie die Möglichkeit ist, sich auf einen Stadtplatz zu stellen und seine Meinung zu äußern, ohne Angst haben zu müssen, inhaftiert zu werden. Er sollte es wissen. Als Dissident in der UdSSR war Scharanski neun Jahre lang inhaftiert, weil er die sowjetische Politik in Frage stellte. In dieser Zeit festigte er seine moralische Überzeugung, dass Demokratie sowohl für den Schutz der Menschenrechte als auch für die Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit in der Welt unerlässlich ist.
Sharansky wurde 1996 auf die politische Bühne Israels katapultiert. In den letzten acht Jahren war er als Minister in vier verschiedenen israelischen Kabinetten tätig, darunter auch als stellvertretender Ministerpräsident, und spielte eine Schlüsselrolle bei der Entscheidungsfindung der Regierung, von den Friedensverhandlungen in Wye bis hin zum Krieg gegen den palästinensischen Terror. In seinen Ansichten ist er ebenso konsequent wie starrköpfig: Die Tyrannei, ob in der Sowjetunion oder im Nahen Osten, muss immer vor der Demokratie in die Knie gezwungen werden.
Aufgrund seiner lebenslangen Erfahrung mit der Demokratie und ihrer Abwesenheit ist Sharansky der Ansicht, dass nur die Demokratie das Wohlergehen von Gesellschaften sichern kann. Für Sharansky ist Politik in der Demokratie keine Frage von links und rechts, sondern von richtig und falsch.
Dies ist ein leidenschaftlich argumentierendes Buch von einem Mann, der die höchste moralische Autorität besitzt, um seine Argumente vorzubringen: dass die Ausbreitung der Demokratie überall nicht nur möglich, sondern auch wesentlich für das Überleben unserer Zivilisation ist. Seine Argumente werden sicher auf allen Seiten Kontroversen auslösen; dies ist wohl die große Frage unserer Zeit.