Bewertung:

Das Buch liefert eine eindringliche und erschütternde Analyse des Völkermords in Ruanda und untersucht Themen wie Stammesdenken, Kolonialismus und christliche Identität. Es bietet tiefe Einblicke in das Versagen der Kirche während des Völkermords und fordert die Leser auf, über ihre eigene Zugehörigkeit und die Auswirkungen ihres Glaubens in der heutigen Welt nachzudenken. Der Autor, Dr. Katongole, verbindet persönliche Erzählungen mit theologischen Überlegungen zu einer nachdenklich stimmenden und fesselnden Lektüre.
Vorteile:Eine fesselnde Erzählung, eine aufschlussreiche und zum Nachdenken anregende Analyse, eine kraftvolle Geschichte und relevante Lehren für den Einzelnen und die Kirche. Die Leserinnen und Leser fanden das Buch leicht zu lesen, aber dennoch herausfordernd genug, um zur Selbstreflexion anzuregen. Viele bezeichneten es als wichtige Bildungsressource.
Nachteile:Einige Leserinnen und Leser erwähnen, dass das Buch ihnen Unbehagen bereitet und tief verwurzelte Überzeugungen in Frage stellt, was vielleicht nicht jedem gefällt. Andere meinten, dass die behandelten Themen aufgrund der dunklen Geschichte emotional schwer und erschütternd sein könnten.
(basierend auf 32 Leserbewertungen)
Mirror to the Church: Resurrecting Faith After Genocide in Rwanda
Wir lernen, wer wir sind, wenn wir gemeinsam auf dem Weg Jesu gehen. Deshalb möchte ich Sie auf eine Pilgerreise einladen.
Ruanda wird oft als Vorbild für die Evangelisierung in Afrika angepriesen. Doch 1994, beginnend am Donnerstag der Osterwoche, töteten Christen andere Christen, oft in denselben Kirchen, in denen sie gemeinsam Gottesdienst gefeiert hatten. Das am stärksten christianisierte Land Afrikas wurde zum Schauplatz seines schlimmsten Völkermords.
Mit einer Mutter, die Hutu war, und einem Vater, der Tutsi war, ist der Autor Emmanuel Katongole in einzigartiger Weise qualifiziert, darauf hinzuweisen, dass die Tragödie in Ruanda auch ein Spiegel der tiefen Zerrissenheit der Kirche im Westen ist. Ruanda bringt uns dazu, auf unseren Knien zu klagen und gemeinsam zu lernen, dass wir diese Muster der Gebrochenheit durchbrechen müssen.
Aber Ruanda bringt uns auch an einen Ort der Hoffnung. Die einzige Hoffnung für unsere Welt nach dem Völkermord in Ruanda ist in der Tat eine neue Art von christlicher Identität für den weltweiten Leib Christi - ein Volk, das gemeinsam pilgert, eine gemischte Gruppe, die Zeugnis ablegt von einer neuen Identität, die durch das Evangelium ermöglicht wird.