
A Future for Africa
Bürgerkrieg, Hungersnot, Völkermord, AIDS - die Völker Afrikas haben entsetzliche menschliche Tragödien erlebt. Diese Krisen sowie die weit verbreitete wirtschaftliche, politische und soziale Instabilität haben zusammengenommen zu einer Situation geführt, die manche als schrecklich und fast hoffnungslos bezeichnen.
Bei Redaktionsschluss dieses Buches trafen sich die Staats- und Regierungschefs der G-8-Staaten, um darüber zu sprechen, wie Afrika in dieser kritischen Zeit geholfen werden kann. Ein aufmerksamer Blick in die Geschichte zeigt, dass die Antwort aus dem Inneren Afrikas und von den afrikanischen Menschen selbst kommen muss, nicht von anderen Nationen oder den von ihnen vorgeschlagenen Wirtschaftsprogrammen und Lösungen. Der rasche Aufstieg einer christlich-sozialethischen Bewegung als alternative Perspektive, die sich genau darauf konzentriert, die Herausforderungen Afrikas mit den spirituellen Ressourcen der eigenen Bevölkerung zu bewältigen, bietet eine hoffnungsvolle Lösung und einen zeitgemäßen und kraftvollen Bewältigungsmechanismus für die afrikanischen Völker.
Einer der Führer dieser Bewegung ist Emmanuel Katongole, ein katholischer Priester aus Uganda. In Eine Zukunft für Afrika setzt sich Katongole mit konkreten Problemen wie der AIDS-Epidemie und weit verbreiteten militärischen Konflikten auseinander, aber auch mit grundlegenden, systemischen Problemen wie Armut, Korruption und Stammesdenken.
Er bietet dann glaubenserfüllte Lösungen an, die auf der Kraft und dem Beispiel der christlichen Gemeinschaft und der christlichen moralischen Vorstellungskraft beruhen. Katongoles radikale Botschaft lautet, dass eine politische Ethik, die auf den in der Heiligen Schrift gelehrten christlichen Prinzipien beruht, die notwendige Grundlage für Heilung, Versöhnung und den Wiederaufbau des Kontinents ist.