Bewertung:

Die Rezensionen zu „A Storm of Witchcraft“ von Emerson Baker heben die Tiefe und Gründlichkeit der Darstellung der Salemer Hexenprozesse von 1692 hervor. Viele Leser schätzen die detaillierte Erforschung der sozialen, politischen und religiösen Faktoren, die zu der Hysterie führten, sowie die persönlichen Geschichten der beteiligten Schlüsselfiguren. Einige Rezensenten kritisieren jedoch die redaktionellen Mängel des Buches, insbesondere die Schriftgröße und die Formatierung, die das Lesen stellenweise erschwerten.
Vorteile:Gut recherchiert und informativ, fesselnde Erzählung, umfassende Darstellung der Ursachen und Auswirkungen der Hexenprozesse, aufschlussreiche Analyse der sozialen und politischen Dynamik, thematische Gliederung erleichtert das Verständnis, starke persönliche Geschichten der Beteiligten, ausgezeichnete Quelle für Geschichtsinteressierte, macht Geschichte zugänglich und interessant.
Nachteile:Schlechtes Lektorat mit Tippfehlern und Formatierungsproblemen, kleine Schriftgröße und dichtes Layout erschweren die Lektüre, langatmig mit über 400 Seiten, einige inhaltliche Überschneidungen für Neueinsteiger in das Thema, mögliche Ablenkung vom hochwertigen Inhalt durch redaktionelle Fehler.
(basierend auf 90 Leserbewertungen)
A Storm of Witchcraft: The Salem Trials and the American Experience
Im Januar 1692 wurde das Dorf Salem im kolonialen Massachusetts Zeuge des größten und tödlichsten Ausbruchs von Hexerei im frühen Amerika. Die Dorfbewohner - hauptsächlich junge Frauen - litten unter unsichtbaren Qualen, die sie dazu brachten, sich zu winden, zu schreien und ihre Körper zu verrenken, und klagten über Nadeln, die in ihr Fleisch gestochen wurden, und darüber, von Gespenstern heimgesucht zu werden. In dem Glauben, dass sie von einem unsichtbaren Geist heimgesucht wurden, begann die Gemeinde eine Jagd auf die Verantwortlichen für das dämonische Treiben. Die daraus resultierenden Salemer Hexenprozesse, die in der Hinrichtung von 19 Dorfbewohnern gipfelten, sind bis heute eines der geheimnisvollsten und faszinierendsten Ereignisse der amerikanischen Geschichte.
Historiker haben über ein Netz möglicher Ursachen für den Hexenwahn spekuliert, der in Salem seinen Ausgang nahm und sich in der ganzen Region ausbreitete - religiöse Krise, Mutterkornvergiftung, Ausbruch von Enzephalitis, Kriegshysterie an der Grenze -, aber die meisten sind sich einig, dass es keinen einzelnen Faktor gab. Wie Emerson Baker in diesem bahnbrechenden neuen Werk darlegt, war Salem vielmehr ein perfekter Sturm: ein einzigartiges Zusammentreffen von Bedingungen und Ereignissen, die 1692 und in den folgenden Jahren in ganz Neuengland etwas Außergewöhnliches hervorriefen und uns seither verfolgen.
Baker zeigt, wie eine Reihe von Faktoren in der Bay-Kolonie in den 1690er Jahren, darunter eine neue Satzung und Regierung, ein tödlicher Grenzkrieg sowie religiöse und politische Konflikte, die Bühne für die dramatischen Ereignisse in Salem bereiteten. Unter Einbeziehung verschiedener Perspektiven betrachtet er die Hauptakteure des Ausbruchs - die angeklagten Hexen und die Menschen, die sie angeblich verhext haben, sowie die Richter und Regierungsbeamten, die sie strafrechtlich verfolgten - und ringt mit der Frage, warum sich die Tragödie von Salem so entwickelt hat und warum sie zu einem bleibenden Vermächtnis geworden ist.
Salem im Jahr 1692 war ein kritischer Moment für die verblassende puritanische Regierung der Massachusetts Bay, deren Versuche, die Geschichte der Prozesse zu unterdrücken und sie aus dem Gedächtnis zu löschen, die Phantasie der Bevölkerung nur noch mehr anheizten. Baker argumentiert, dass die Prozesse einen Wendepunkt in der Kolonialgeschichte markierten: vom puritanischen Kommunalismus zur Unabhängigkeit der Yankees, vom Glauben an ein kollektives Gewissen zur Skepsis gegenüber moralischer Führung. Die brillant erzählte Geschichte A Storm of Witchcraft stellt den Sturm von Salem auch in einen breiteren Kontext als Teil der fortlaufenden Erzählung der amerikanischen Geschichte und der Geschichte der Atlantischen Welt.