Bewertung:

Das Buch „Ein tödliches Erbe“ von Victoria Costello ist eine Mischung aus Memoiren und wissenschaftlicher Erforschung psychischer Erkrankungen. Anhand persönlicher Geschichten und umfangreicher Recherchen untersucht die Autorin die genetischen und umweltbedingten Faktoren, die die psychische Gesundheit beeinflussen, und bietet Hoffnung und praktische Einsichten für die von diesen Problemen Betroffenen. Die Leserinnen und Leser schätzen den informativen Charakter des Buches, äußern sich aber unterschiedlich positiv über die Gliederung und den Fokus auf klinische Details.
Vorteile:⬤ Gut geschriebene und fesselnde Erzählung
⬤ bietet Hoffnung und praktische Einsichten
⬤ verbindet persönliche Geschichten mit wissenschaftlicher Forschung
⬤ informativ für Menschen mit einer familiären Vorgeschichte von psychischen Erkrankungen
⬤ fördert das Verständnis von Genetik und psychischer Gesundheit
⬤ zugänglich für allgemeine Leser
⬤ enthält Strategien für den Umgang mit psychischen Problemen.
⬤ Einige Leser empfanden die Gliederung des Buches als unzureichend
⬤ wünschten sich mehr Memoiren und weniger klinische Informationen
⬤ die genealogischen Abschnitte mögen nicht alle ansprechen
⬤ einige fanden, dass der Titel irreführend sein könnte, da er etwas über Vererbung aussagt.
(basierend auf 27 Leserbewertungen)
A Lethal Inheritance: A Mother Uncovers the Science Behind Three Generations of Mental Illness
Jede Familie hat Geheimnisse; nur manche Geheimnisse sind tödlich. In Victoria Costellos Familie hatte die Geisteskrankheit über mindestens vier Generationen hinweg viele Namen erhalten, bis diese vererbte Verschwörung des Schweigens schließlich die jüngsten Mitglieder der Familie, ihre Kinder, gefährdete.
In dieser fesselnden Geschichte - teils Memoiren, teils Detektivgeschichte, teils wissenschaftliche Untersuchung - erzählt die Autorin, wie die geistige Verwirrung ihres siebzehnjährigen Sohnes Alex sie zwang, in der Familiengeschichte nach Hinweisen auf seinen Zustand zu suchen. Schließlich brachte sie Alex' Abstieg in Halluzinationen und das monatelange Umherirren ohne Schuhe auf den Straßen von Los Angeles mit dem Selbstmord seines Urgroßvaters auf einem New Yorker Bahngleis im Jahr 1913 in Verbindung. Doch diese Erkenntnis brachte keine schnelle Besserung.
Innerhalb von zwei Jahren nach Alex' Diagnose der paranoiden Schizophrenie erkrankten sowohl sie als auch ihr jüngster Sohn an zwei verschiedenen psychischen Störungen: einer schweren Depression und einer Angststörung. Costello schildert ihren Kampf um die bestmögliche psychiatrische Versorgung für ihre Söhne und sich selbst, eine Behandlung, die schließlich zur vollständigen Genesung der beiden führt.
Dabei stößt sie auf neue wissenschaftliche Erkenntnisse, die erklären, wie sich psychische Erkrankungen über Generationen hinweg in der Familie häufen. Costello, die kunstvoll das Wissenschaftliche mit dem Persönlichen verwebt, begibt sich auf eine Reise in die Weiten der Neurowissenschaften und berichtet über die verblüffenden Erkenntnisse, die sie über das komplexe Zusammenspiel von Genen und Umwelt liefert, das psychische Erkrankungen verursacht, und was sie uns darüber sagt, wie Eltern ein tödliches Erbe übertrumpfen können.
Sie berichtet über die Ergebnisse langfristiger britischer und europäischer Familienstudien, in denen die frühesten Anzeichen für psychische Erkrankungen ermittelt wurden, die von den Großeltern an die Eltern und Enkelkinder weitergegeben werden können. Sie verfolgt die laufenden klinischen Versuche, den Verlauf dieser Krankheiten durch frühzeitiges Eingreifen mit den neuesten evidenzbasierten Behandlungen umzukehren, und bietet hirngesunde Entscheidungen an, die Einzelpersonen und Familien treffen können, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen - damit künftige Generationen ein gesünderes, glücklicheres Leben führen können.