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An Analysis of Hamid Dabashi's Iran: A People Interrupted
Hamid Dabashis 2007 erschienenes Buch Iran: A People Interrupted ist gleichzeitig subtil, leidenschaftlich, polarisierend und polemisch. Dabashis Buch ist eine prägnante Darstellung der iranischen Geschichte vom frühen 19. Jahrhundert an und nutzt seine prägnanten analytischen Fähigkeiten als Grundlage für ein überzeugendes Argument gegen die im Westen vorherrschenden Ansichten über den Iran.
Dabashi ist der Ansicht, dass die westliche Sichtweise auf den Iran immer wieder von der Annahme geprägt war, das Land sei irgendwie zwischen regressiver "Tradition" und progressiver "Moderne" gefangen. Die Realität, so argumentiert er, ist genau das Gegenteil: Der Iran hat seine eigene, unverwechselbare Ideologie der Modernität, die jedoch vielen westlichen Idealen entgegensteht. Um seinen Standpunkt zu belegen, stützt sich Dabashi auf seine lebenslange Erfahrung in der Literaturkritik, um die Beziehungen zwischen den intellektuellen und politischen Eliten Irans über zwei Jahrhunderte hinweg zu analysieren.
Seine Analyse liefert die wichtigsten Beweise für seine Argumentation, indem er die impliziten Annahmen herausarbeitet, die den von ihm untersuchten Texten und Personen zugrunde liegen. Wenn er unter die Oberfläche der Belege blickt, findet Dabashi - immer wieder - die Spuren einer einzigartigen iranischen Vorstellung von Modernität, die in krassem Gegensatz zu ihrem westlichen Gegenstück steht.