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An Analysis of Henry Kissinger's World Order: Reflections on the Character of Nations and the Course of History
Henry Kissingers 2014 erschienenes Buch World Order: Reflections on the Character of Nations and the Course of History bietet nicht nur eine Zusammenfassung der Überlegungen, die im Laufe einer langen und äußerst einflussreichen Karriere entwickelt wurden - es ist auch ein Beitrag zur Theorie der internationalen Beziehungen von einem der berühmtesten Staatsmänner des 20. Kissinger war zunächst Universitätsprofessor, bevor er 1973 Außenminister von Präsident Richard Nixon wurde - eine Position, in der er sowohl den Friedensnobelpreis erhielt als auch von den Demonstranten gegen die amerikanischen Militäraktionen in Vietnam der Kriegsverbrechen beschuldigt wurde.
Obwohl Kissinger eine umstrittene Figur ist, wird ihm weithin ein einzigartiges Maß an praktischem und theoretischem Fachwissen in den Bereichen Politik und internationale Beziehungen zugeschrieben - und World Order ist der Höhepunkt seiner lebenslangen Erfahrung in diesen Bereichen. Als Produkt eines Meisters des kritischen Denkens und der Interpretation stellt sich World Order der Herausforderung, die Weltanschauungen zu definieren, die in der heutigen Weltpolitik eine Rolle spielen.
Wenn man, wie Kissinger es tut, genau klärt, was mit den unterschiedlichen Vorstellungen von "Ordnung" gemeint ist, die die Nationen in der ganzen Welt haben, werden die Herausforderungen der Weltpolitik deutlich und die Bemühungen, diese Spaltungen zu überwinden, in den Mittelpunkt gerückt. Während Kissingers eigener Ruf wahrscheinlich zweideutig bleiben wird, gibt es keinen Zweifel an der Interpretationsfähigkeit, die er in diesem fesselnden und erhellenden Text zeigt.