
A Cultural History of Childhood and Family in the Age of Enlightenment
Die als Aufklärung bezeichnete Sammlung von Ideen, Werten und Überzeugungen veränderte das Verständnis von Familie grundlegend. In dieser Zeit (1650-1800) wurden die traditionellen Familienrollen neu überdacht und vieles in Frage gestellt, was bis dahin als selbstverständlich galt, z. B. die angeborene Natur von Kindern. Gleichzeitig verstärkte die Aufklärung viele seit langem bestehende Vorstellungen und setzte neue Ideen ein, um Annahmen über Geschlecht und Ethnie aufrechtzuerhalten.
Die Kommerzialisierung der Landwirtschaft, die Industrialisierung und die Verstädterung sowie die Möglichkeiten, die sich durch die Ausweitung des Bildungswesens und den Verkauf von Haushaltswaren ergaben, wirkten sich alle auf die Familie aus. Darüber hinaus trugen die fortschreitende Expansion der westlichen Imperien, der Sklavenbesitz in den amerikanischen Bundesstaaten und die politischen Unruhen der amerikanischen und französischen Revolutionen dazu bei, sowohl die Ideale als auch die Erfahrungen des Familienlebens zu prägen.
A Cultural History of Childhood and Family in the Age of Enlightenment (Kulturgeschichte von Kindheit und Familie im Zeitalter der Aufklärung) enthält Aufsätze zu den Themen Familienbeziehungen, Gemeinschaft, Wirtschaft, Geografie und Umwelt, Bildung, Lebenszyklus, Staat, Glaube und Religion, Gesundheit und Wissenschaft sowie weltweite Zusammenhänge.