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A Proslavery Foreign Policy: Haitian-American Relations During the Early Republic
Der Einfluss der Rassenpolitik ist seit langem ein Faktor der amerikanischen Außenpolitik, ein besonders deutliches Beispiel sind die Beziehungen der USA zu Haiti. Die gestörten Beziehungen begannen unter George Washington, der die Entsendung von Waffen und Munition genehmigte, um den französischen Pflanzern von Saint Dominique, dem heutigen Haiti, bei der Niederschlagung des Aufstandes der Schwarzen zu helfen.
Washingtons Unterstützung für die Verteidigung der Sklaverei erwies sich in dieser Hinsicht als wichtiger Präzedenzfall für die Formulierung einer Pro-Sklaverei-Politik im Weißen Haus, im Außenministerium und im Kongress. Matthewson untersucht dieses stürmische Erbe und erörtert die Spannungen zwischen rassischen und wirtschaftlichen Erfordernissen, die die Beziehungen zu dem Inselstaat noch jahrzehntelang belasten sollten. Die Politik von Adams, Jefferson und Monroe verlief ähnlich wie die Washingtons, insbesondere die Nichtanerkennung Haitis durch die USA, die bis zur Lincoln-Regierung andauern sollte.
Die Monroe-Doktrin von 1823 enthielt eine rassistische Ausnahme vom Verbot der europäischen Expansion in Amerika. Amerika weigerte sich sogar, am ersten Panamerikanischen Kongress von 1826 teilzunehmen, weil Haiti auf der Tagesordnung stand.