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A Line of Tiny Zeros in the Fabric: Essays on the Poetry of Maurice Scully
Maurice Scully ist kein Dichter, der seine Erfahrungen in Worte kleidet. Er beginnt nicht mit komplizierten Klangmustern, die sich in konventionelle Formen auflösen, oder mit einer sauberen Trope, die eine oft gedachte, aber nie so gut ausgedrückte Wahrheit in sich birgt.
Er beginnt außerhalb des Jobs, der Aufgabe, die vor ihm liegt, und dem Tipp-Ex auf dem Tisch. Das Gedicht, wie es sich vor unseren Augen schreibt, ist kein besonders begehrenswertes Konsumgut; es ist keine gehortete Erinnerung oder eine entdeckte Analogie, die zu einer universellen Wahrheit verarbeitet wird. Die Gegenstände und Ereignisse werden in ihrer Alltäglichkeit belassen.
Der Dichter ist kein Magier, der uns mit reichhaltiger Metaphorik und schweren Konsonanten, trickreichen Reimen und geschickten Analogien überwältigt. Stattdessen ist es eher die Arbeit eines verbalen Pantomimen: Es geht um nichts Dauerhaftes, außer um das, was heraufbeschworen wird; Gedichte zu machen ist Arbeit als Spiel. Während Gedichte, die ihr Können unter Beweis stellen wollen, dieses Ziel aus den Augen verlieren können - weil sie von Ehrgeiz, Rivalität oder einfach dem Bedürfnis, mit einem neuen Alleinstellungsmerkmal Brot auf den Tisch zu bringen, überholt werden -, untergräbt hier der selbstironische Humor die Überheblichkeit.
Die Formel ist sparsam und nachhaltig, eine Vorgehensweise, die die Mittel nicht ausreizt, die dem Leser eine anständige Atempause lässt. (aus der Einleitung von J. C.
C. Mays)