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Disenfranchised: The Rise and Fall of Industrial Citizenship in China
In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg boten Fabriken in vielen Ländern nicht nur sichere Arbeitsplätze und eine Reihe wirtschaftlicher Ansprüche, sondern erkannten die Arbeitnehmer auch als legitime Interessenvertreter an, so dass sie das Recht einfordern konnten, an der Entscheidungsfindung teilzunehmen und die Fabrikleitung zur Verantwortung zu ziehen.
In den letzten Jahrzehnten wurden diese Attribute der Industriebürgerschaft in dem Maße ausgehöhlt, in dem die Beschäftigung immer prekärer wurde, und die Arbeitnehmer wurden zunehmend zu Lohnarbeitern degradiert. Wie Joel Andreas in Disenfranchised zeigt, hat kein Land diese Veränderungen so dramatisch erlebt wie China.
Auf der Grundlage von zehn Jahren Feldforschung, einschließlich Interviews mit Fabrikarbeitern und Managern, zeichnet Andreas den sich verändernden politischen Status der Arbeiter in chinesischen Fabriken von 1949 bis heute nach und analysiert sorgfältig, wie viel Macht sie tatsächlich hatten, um ihre Arbeitsbedingungen zu gestalten.