
Epicanthus
Hiromi Yoshidas zweiter Gedichtband Epicanthus bietet ein lyrisches Panorama von Glückskeksen, Fernsehabendessen, chinesischen Laternen und japanischen Kriegsbräuten.
Solche ikonischen amerikanischen Waren und handverlesenen Orientalia koexistieren mit japanischen Großmüttern, taiwanesischen Vätern und verlorenen und wiedergefundenen deutschen Cousins - und entfalten ein Palimpsest transpazifisch-asiatisch-amerikanischer Ortswechsel und Dislokationen, wobei der Epikanthus die willkürliche Schwelle ist, an der sich das Psychodrama der rassischen Identitätsbildung abspielt. Das Kapuzenauge zwinkert zurück, eine schüchterne Einladung zu den raffiniert neu erfundenen Welten des Dichters.
Diese neuen Gedichte, die zugleich zutiefst persönlich und erschütternd historisch sind, bieten unvergessliche Schnappschüsse des asiatisch-amerikanischen Lebens.