Bewertung:

Das Buch hat überwältigend positive Kritiken für seine fesselnde Erforschung der epistemischen Ungerechtigkeit durch die Brille der Philosophie, insbesondere der feministischen Erkenntnistheorie, erhalten. Die Leserinnen und Leser schätzen die Klarheit, Tiefe und Relevanz des Buches für aktuelle gesellschaftliche Themen. Miranda Frickers Arbeit wird als intellektuell rigoros und zum Nachdenken anregend beschrieben, da sie einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Auswirkungen von Vorurteilen auf Wissenssysteme leistet.
Vorteile:⬤ Intellektuelle Strenge und Raffinesse.
⬤ Klare und bahnbrechende Argumente über epistemische Ungerechtigkeit.
⬤ Beschäftigt sich intensiv mit aktuellen gesellschaftlichen Themen.
⬤ Regt zu kritischem Denken und Reflexion an.
⬤ Unverzichtbare Lektüre für alle, die in der Philosophie, den Sozialwissenschaften und verwandten Bereichen tätig sind.
⬤ Zeitgemäße Einsichten in systemische Ungerechtigkeiten.
⬤ Empfohlen sowohl für Wissenschaftler als auch für Praktiker, einschließlich Richter und Anwälte.
⬤ Einige Leser merkten an, dass es aufgrund seiner Tiefe Zeit braucht, um es zu verdauen.
⬤ Einige erwähnten, dass es für diejenigen, die nicht bereits mit philosophischen Diskussionen vertraut sind, eine Herausforderung darstellen könnte.
(basierend auf 28 Leserbewertungen)
Epistemic Injustice: Power and the Ethics of Knowing
In dieser Erkundung des Neulands zwischen Ethik und Erkenntnistheorie argumentiert Miranda Fricker, dass es eine spezifisch erkenntnistheoretische Art von Ungerechtigkeit gibt, bei der jemandem speziell in seiner Eigenschaft als Wissender Unrecht getan wird. Gerechtigkeit ist eines der ältesten und zentralsten Themen der Philosophie, doch um die ethische Dimension unserer epistemischen Praktiken aufzuzeigen, muss der Fokus auf die Ungerechtigkeit gelenkt werden.
Fricker passt die philosophische Linse so an, dass wir durch den negativen Raum sehen, der epistemische Ungerechtigkeit ist. Das Buch untersucht zwei verschiedene Arten von epistemischer Ungerechtigkeit, die jeweils durch eine Form von Vorurteilen bedingt sind, und aus dieser Untersuchung ergibt sich eine positive Darstellung von zwei korrigierenden ethisch-intellektuellen Tugenden. Die Charakterisierung dieser Phänomene wirft ein Licht auf viele Fragen, wie z.B.
soziale Macht, Vorurteile, Tugend und die Genealogie des Wissens, und sie schlägt eine tugendethische Erklärung des Zeugnisses vor. In diesem bahnbrechenden Buch werden die Verflechtungen von Vernunft und sozialer Macht auf eine neue Art und Weise nachgezeichnet, um die verschiedenen Formen epistemischer Ungerechtigkeit und ihren Platz im Gesamtgefüge der sozialen Ungerechtigkeit aufzuzeigen.