Bewertung:

Comer Plummers Buch „Conquistadors of the Red City“ bietet eine aufschlussreiche Erkundung der Verbindungen zwischen Marokko und Timbuktu im 16. Jahrhundert, wobei er die bedeutende Rolle von Timbuktu im Gold-Zucker-Sklavenhandel zwischen Nordafrika und Westafrika hervorhebt. Der Autor macht komplexe historische Zusammenhänge für englischsprachige Leser durch akribische Recherche und fesselnde Erzählung zugänglich.
Vorteile:Das Buch behandelt einen obskuren Teil der Geschichte mit gründlicher Recherche und macht ihn für englischsprachige Leser zugänglich. Es bereichert das Verständnis für die Rolle Timbuktus im historischen Handel und bietet faszinierende Einblicke in die Kultur und Geschichte der Region sowie persönliche Reflexionen über die Reisen des Autors.
Nachteile:In der Rezension werden keine Nachteile genannt, aber ein möglicher Nachteil könnte sein, dass der detaillierte historische Fokus Leser nicht anspricht, die einen leichteren oder allgemeineren Überblick über die marokkanische oder westafrikanische Geschichte suchen.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Conquistadors of the Red City: The Moroccan Conquest of the Songhay Empire
Eroberer der Roten Stadt: Die marokkanische Eroberung des Songhay-Reiches erzählt von den Ambitionen eines marokkanischen Herrschers aus dem 16.
Jahrhundert, der sich über die Geographie hinwegsetzte und seine Armee auf der Suche nach den schwer fassbaren Goldfeldern Westafrikas durch die Sahara-Wüste schickte. Indem sie das Reich der Songhay zerstörten, errichteten die Marokkaner einen Staat quer durch die Sahara, doch ihre Suche nach Reichtum erwies sich als vergeblich und ruinös - für sie selbst und für die gesamte Region.
Dieses außergewöhnliche Kapitel der afrikanischen Geschichte wird von marokkanischen und westafrikanischen Chronisten sowie von westlichen Reisenden und Geiseln am marokkanischen Kaiserhof in Marrakesch erzählt. Ihre einzigartigen Perspektiven bieten seltene Einblicke in eines der wichtigsten Kapitel in der Geschichte des frühneuzeitlichen Afrikas und den Vorläufer einer noch verheerenderen Phase der Ausbeutung des Kontinents - den atlantischen Sklavenhandel.