Bewertung:

Das Buch „Empire of Clay - the Reign of Moulay Ismail, Sultan of Morocco“ von Comer Plummer III bietet eine aufschlussreiche Erkundung des historischen Kontextes und der Herrschaft von Sultan Moulay Ismail, die sich auf eine Vielzahl von Primärquellen stützt. Der Autor verbindet diese historischen Erzählungen mit den Erfahrungen der europäischen Gefangenen und der politischen Dynamik der damaligen Zeit.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert mit diversen Primärquellen
⬤ spannende Darstellung des historischen und politischen Kontextes
⬤ interessante Erzählungen über europäische Gefangene
⬤ gut geschrieben und unterhaltsam für alle, die sich für das Thema interessieren.
Erfordert möglicherweise Vorkenntnisse der marokkanischen Geschichte, um das Buch vollständig zu verstehen; weniger ansprechend, wenn man nicht an historischen Erzählungen interessiert ist.
(basierend auf 1 Leserbewertungen)
Empire of Clay: The Reign of Moulay Ismail, Sultan of Morocco (1672-1727)
Held oder Monster? Empire of Clay: The Reign of Moulay Ismail, Sultan of Morocco (1672-1727) bewertet die gegensätzlichen Ansichten über Marokkos dienstältesten Monarchen.
Oberflächlich betrachtet war die 55-jährige Herrschaft von Moulay Ismail von großer Bedeutung: Er konsolidierte eine neue Dynastie, die Alaouiten; er baute eine Berufsarmee von Soldatensklaven, die Abid al-Bukhari, auf, die er zur Unterdrückung der innenpolitischen Opposition einsetzte; er schuf in Meknes eine weitläufige neue Hauptstadt und gab mehrere Städte, die von England und Spanien gehalten wurden, wieder unter marokkanische Kontrolle. Auf der internationalen Bühne schärfte er das Profil Marokkos, indem er Ludwig XIV.
von Frankreich und Jakob II. von England umwarb. Sein Vermächtnis ist jedoch zweideutig.
Der Preis für diese Erfolge war enorm: Hunderttausende wurden versklavt, ebenso viele oder mehr kamen durch Krieg und Unterdrückung ums Leben, darunter zahlreiche von Ismail selbst Ermordete, und ein Staat wurde durch die Besessenheit des Herrschers in den Ruin getrieben. Im Zeitalter des Absolutismus war kein Herrscher mächtiger oder gefürchteter.