Bewertung:

Das Buch wird für seine fesselnde Erzählung gelobt, die persönliche und historische Perspektiven miteinander verbindet und Einblicke in das Leben einer Familie in Panama bietet, während sie gleichzeitig allgemeinere Themen wie Wirtschaft, Politik und Migration erforscht.
Vorteile:Das Buch ist sehr schön geschrieben und verbindet persönliche Erzählungen mit historischen und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Das Buch bietet eine faszinierende und lehrreiche Perspektive auf das ländliche Panama und lässt sich angenehm wie ein Roman lesen. Viele Rezensenten empfehlen das Buch wegen seines anregenden Inhalts.
Nachteile:In den Rezensionen werden keine spezifischen Nachteile genannt; es könnte jedoch sein, dass diejenigen, die sich nicht für Anthropologie oder Wirtschaft interessieren, das Buch weniger ansprechend finden könnten.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Esperanza Speaks: Confronting a Century of Global Change in Rural Panama
Geschichte wird oft von oben nach unten betrachtet; die mächtigen Eliten stehen im Mittelpunkt. In diesem Buch wird stattdessen ein jahrhundertelanger Prozess des sozioökonomischen Wandels von unten nach oben untersucht, vor allem anhand der Erfahrungen einer Frau, Esperanza Ruiz (geboren 1922), und vier Generationen ihrer Familie. Sie erzählen von der Art und den Auswirkungen dieser Veränderungen auf ihr Leben und auf ihre Hochlandgemeinde in Zentralpanama.
Dieser Blick von unten nach oben zeigt, wie gewöhnliche Menschen durch ihre Entscheidungen und Handlungen von der Entwicklung der Geschichte betroffen sind und diese wiederum beeinflussen können. Die Leser sehen Esperanzas Familie sowohl als Opfer als auch als Protagonisten in ihrer Geschichte. Sie werden in ländliche Armut hineingeboren und haben nur begrenzte Möglichkeiten, dennoch finden sie immer wieder kleine Möglichkeiten, um ihre Lebensumstände zu verbessern. Manchmal erfolgreich, manchmal nicht, überleben sie oder kommen voran, indem sie sich auf ihre einzige reichhaltige Ressource stützen: sich gegenseitig.
Auf der Grundlage von zwanzig Feldbesuchen im Laufe von fünfzig Jahren ist Esperanza Speaks das Ergebnis der langfristigen Beschäftigung eines engagierten Anthropologen mit den Individuen einer Gemeinschaft und ein schönes Beispiel für ethnografisches Erzählen.