Bewertung:

Das Buch bietet eine tiefgründige und aufschlussreiche Erforschung der Lacanschen Ethik, insbesondere in Bezug auf die kantische Philosophie, und vermittelt gleichzeitig ein neues Verständnis der Rolle des Begehrens in der Ethik. Die Leser schätzen den ernsthaften philosophischen Diskurs, die Klarheit und die Beispiele aus der Literatur, auch wenn manche den Schreibstil als verworren und herausfordernd empfinden.
Vorteile:Tiefgründige und aufschlussreiche Analyse der Lacanschen Ethik und ihrer Verbindung zur kantischen Philosophie. Klarheit bei der Bereitstellung von Beispielen, insbesondere literarischer Beispiele, die komplexe Ideen illustrieren. Wird von Lesern, die mit der Lacanschen Theorie und Philosophie vertraut sind, sehr geschätzt. Unverzichtbare Lektüre für alle, die sich für Psychoanalyse und Ethik interessieren.
Nachteile:Einige Leser kritisieren den Schreibstil als verworren und selbstverliebt, was die Lektüre mühsam macht. Das Buch könnte für diejenigen, die kein Hintergrundwissen über Kant und Lacan haben, eine Herausforderung darstellen. Einige Kunden haben die schlechte Druckqualität bemängelt.
(basierend auf 10 Leserbewertungen)
Ethics of the Real: Kant and Lacan
Die Idee der kantischen Ethik ist ebenso einfach wie revolutionär: Sie schlägt ein moralisches Gesetz vor, das unabhängig von der Vorstellung eines vorher festgelegten Guten oder einer „menschlichen Neigung“ wie Liebe, Sympathie oder Angst ist.
Bei dem Versuch, einen solch revolutionären Satz in einem „menschlicheren“ Licht zu interpretieren und Kant zu unserem Zeitgenossen zu machen - zu jemandem, der uns bei unseren eigenen ethischen Dilemmata helfen kann -, haben viele Kant-Forscher seine offensichtlichen Paradoxien und unmöglichen Behauptungen übergangen. In diesem Buch geht es darum, genau das Gegenteil zu tun.
Kant ist, Gott sei Dank, nicht unser Zeitgenosse; er steht gegen den Strich unserer Zeit. Lacan scheint auf den ersten Blick das genaue Gegenteil von Kant zu sein - der wilde Theoretiker der Psychoanalyse im Vergleich zu dem nüchternen Denker der Aufklärung. Sein Konzept des Realen bietet jedoch vielleicht den nützlichsten Hintergrund für diese neue Interpretation der kantischen Ethik.
Sie stellt ihre Lesarten der beiden Philosophen ständig nebeneinander. Alenka Zupancic beschwört eine „Ethik des Realen“ herauf und macht den Weg frei für eine radikale Wiederherstellung des störenden Elements in der Ethik.