
Frontier Fieldwork: Building a Nation in China's Borderlands, 1919-45
Wie die Feldforschung des frühen zwanzigsten Jahrhunderts die sino-tibetischen Grenzgebiete in den Mittelpunkt des chinesischen Nationsbildungsprozesses rückte. Das Zentrum mag Bestand haben, aber Grenzen können ausfransen.
Frontier Fieldwork untersucht die Arbeit von Sozialwissenschaftlern, Landwirten, Fotografen, Studenten und Missionaren, die zu einer Zeit, als ausländische politische Mächte Chinas Ansprüche auf seine Grenzen anzweifelten, an der südwestlichen Grenze Chinas unterwegs waren. Jahrhunderts, als die Bedrohung durch den Imperialismus in den sino-tibetischen Grenzgebieten groß war, unternahmen diese Feldforscher den Versuch, eine Nation zu bilden, um eine ungleiche, multiethnische Bevölkerung an der Peripherie des Landes zu vereinen.
Anhand von chinesischem und westlichem Material zeigt Andres Rodriguez die transformative Kraft der Bemühungen der Feldarbeiter auf, die über die Schaffung neuer Formen der politischen Aktion und Identität hinausging. Seine prägnante Studie zeigt, dass die Feldforschung Chinas Ränder in den Mittelpunkt des Prozesses der Nationenbildung und des Wettlaufs zur Moderne stellte.