
Feminist Lives: Women, Feelings, and the Self in Post-War Britain
Können Frauen feministisch sein ohne Feminismus? Könnten sie feministischen Aktivismus ohne eine Bewegung oder eine Ideologie fördern? Könnten sie Wege des Frauseins neu entwerfen, ohne einen Plan zu haben? Feminist Lives wählt einen frauenzentrierten Ansatz, um diesen Fragen nachzugehen und zu verstehen, wie britische Frauen in den drei Jahrzehnten vor der Frauenbefreiungsbewegung eine neue Art des Frauseins entwarfen.
Das Buch konzentriert sich auf die "Übergangsgeneration" von Frauen, die in den langen 1940er Jahren geboren wurden und in den 1950er, 60er und 70er Jahren erwachsen wurden, und zeigt, dass sie es waren, die das erstrebenswerte Modell des Frauseins entwickelten, das dann nach 1970 zur Norm für Frauen im globalen Norden wurde. Damit versucht Feminist Lives, die "Lücke in der feministischen Geschichte" zu schließen und einer Darstellung entgegenzuwirken, die diese Generation von Frauen zu lange als verstaubt und gescheitert und als nicht feministisch genug vernachlässigt hat.
Anhand der Stimmen von Frauen, die sich selbst, ihre Beziehungen, ihre Gefühle und Handlungen beschreiben, analysiert dieser Band die Art und Weise, in der Frauen ein modernes Selbst konstruierten, das auf neuen Lebens-, Gefühls- und Seinsweisen aufbaut, als beweiskräftigen und emotionalen Kern des Buches.